Remscheid: Rolf Griesenbeck ist gestorben

Früherer Stadtwerke-Chef : Rolf Griesenbeck ist gestorben

Rolf Griesenbeck ist tot. Der langjährige Geschäftsführer der Stadtwerke und engagierte Remscheider starb am Freitag nur wenige Wochen vor seinem 93. Geburtstag.

Rolf Griesenbeck ist im oberbergischen Derschlag aufgewachsen. In Köln und München studierte er Betriebswirtschaft. 1961 kam er zu den Stadtwerken, wurde nach kurzer Zeit Prokurist. 1969 übernahm er die Stadtwerke-Geschäftsführung. 29 Jahre stand er danach an der Spitze des Unternehmens. In diese Zeit fiel unter anderem der Bau der Großen Dhünntalsperre.

Griesenbeck modernisierte die Stadtwerke und machte aus dem städtischen Eigenbetrieb eine GmbH. „Ich bin von Kopf bis Fuß Kaufmann“, sagte er in einen Interview zu seinem 90. Geburtstag: „Als ich gegangen bin, habe ich dem Unternehmen einen Haufen Geld hinterlassen.“

1990 ging Rolf Griesenbeck in den (Un-)Ruhestand und leistete Aufbauhilfe in den neuen Bundesländern. In Chemnitz baute er ein funktionierendes Stadtwerke-Unternehmen auf. In Remscheid wurde er Ende der 90er-Jahre zum Retter der Linden in der Martin-Luther-Straße. Die Stadt hatte die Alleebäume aus Sicherheitsgründen fällen wollen. Griesenbeck wies nach, dass die Linden erhalten werden konnten.

In Griesenbecks Zeit bei den Stadtwerken fiel auch die Entscheidung für den Bau des Allee-Centers, für dessen Errichtung das frühere Stadtwerke-Verwaltungsgebäude abgerissen wurde. Eine Entscheidung, die sich in den Folgejahren als die richtige erwies.

(Boll)