Remscheid: Raupen-Alarm im Stadtpark

Einsatz in Remscheid : Raupen-Alarm im Stadtpark

Zur Sperrzone wurde am Freitagnachmittag von der Remscheider Feuerwehr spontan der große Spielplatz gleich im Eingangsbereich des Stadtparks erklärt.

Mitarbeiter der Grünflächenabteilung der Technischen Betriebe (TBR) hatten bei Pflegearbeiten in der beliebten Grünanlage gegen 15.30 Uhr auf einem Baumstamm Raupen des Eichenprozessionsspinners entdeckt und die Feuerwehr um Amtshilfe gebeten. Denn der Kontakt mit den stark behaarten Schmetterlingsraupen ist gefährlich, der Stadtpark war bei bestem Frühlingswetter gut besucht.

Die Larven des Eichenprozessionsspinners entwickeln ab einem gewissen Stadium mit Widerhaken versehene Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein und sind dann für Mensch und Tier sehr gefährlich. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest.

Wie Brandobermeister Markus Schwarz der BM berichtete, rückten vier Kollegen mit Schutzanzügen zum Stadtpark aus, um die Tiere vom Baum zu entfernen. Dafür wurde ein Sauger benutzt, der über einen Beutel verfügt, aus dem die feinen Härchen nicht austreten können. Eine ausgewachsene Raube hat 700.000 Brennhaare.

Einsätze mit Tieren und Insekten gehören für die Remscheider Feuerwehr zwar zum Alltag. Mit den Raupen des Falters hatten die Retter in Remscheid aber bislang noch nicht zu tun. Allerdings habe man in den vergangenen Wochen bereits von Raupen-Einsätzen in Aachen und Dortmund gehört, sagte Schwarz. Um mehr über den Spinner zu erfahren, recherchierte der Bereitschaftsdienst schnell über das Tier, während sich die Kollegen auf den Weg machten.

„Bis auf weiteres werden wir den Spielplatz gesperrt lassen“, sagte Schwarz. Zunächst gelte es zu klären, ob sich an anderer Stelle nicht noch weitere Raupen befinden.

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