Remscheid: Rat entscheidet über Licht für die Allee

Remscheider Innenstadt : Rat entscheidet über Licht für die Allee

Die Stadt schlägt die Aufstellung von 70 Lichtstelen auf der Alleestraße und der Alten Bismarckstraße vor. Basis ist ein zuvor erarbeiteter Lichtmasterplan. 728.000 Euro soll die Innenstadtbeleuchtung kosten.

Die Remscheider Innenstadt in ein besseres Licht rücken, architektonische Besonderheiten wie die Stadtkirche am Markt herausheben und eine einheitliche „Sprache“ für die Lichtgestaltung des Stadtbildes entwickeln. Dies war die Aufgabe, mit der die Stadt die Firma Studio DL im Rahmen des Revitalisierungsprogramms für die Innenstadt betraute. Nach einem Workshop mit Bürgern und einer Live-Präsentation an einem regnerischen Abend im März dieses Jahres wird es nun konkret.

Im seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause stimmt der Rat am 4. Juli nicht nur über das Beleuchtungskonzept selber ab, sondern auch darüber, dass zumindest ein Teil davon umgesetzt wird. Insgesamt 70 Lichtstelen sollen auf der Alleestraße und der Alten Bismarckstraße aufgestellt werden. Die modernen Leuchten sollen nicht nur die Fußgängerzone und die Achse zum Bahnhof besser ausleuchten, sondern auch die Fassaden der angrenzenden Gebäude aufhellen. Nimmt man die Planungskosten dazu, addieren sich die Kosten auf 728.000 Euro. Diese Summe hat die Stadt für das Thema im Revitalisierungskonzept eingeplant.

Im Gespräch mit der BM machte Stadtplaner Heinrich Ammelt klar, dass nach dem Beschluss noch Zeit vergeht, bis etwas zu sehen sein wird. Für die technische Umsetzung wird die Stadt für Allee und Bismarckstraße separat eine technische Umsetzungsplanung ausschreiben. Aufgrund der Größe des Projekts wird dies europaweit geschehen. Die Alte Bismarckstraße wird hier zuerst an den Start gehen. Das liegt daran, dass dort schon sehr konkrete Umgestaltungspläne existieren. Bei der Allee dagegen muss noch abgewartet werden, wie sich die geplante Ausweisung von Teilbereichen der Fußgängerzone als Sanierungsgebiet auswirken wird. Im Beschlussvorschlag ist von einer Ausschreibung im Jahr 2020 die Rede.

Heinrich Ammelt betont, dass das Konzept des Büros weit über die Alleestraße hinausweist. Als Lichtmasterplan soll es in den kommenden Jahren immer dann als Leitfaden für das Thema Beleuchtung in der Stadt dienen, wenn Änderungen geplant sind. Auch private Gebäudebesitzer können sich am Leitfaden orientieren, sie müssen es allerdings nicht.

Vorschläge für den öffentlichen Raum gibt es auch für die Innenstadt schon jetzt. Denn das Büro Studio DL hat bei seinem Konzept sowohl die Allee-Nebenstraßen als auch einige „identitätsstiftende“ Gebäude in Alt-Remscheid mit in den Blick genommen und Vorschläge unterbreitet, wie man diese mit Licht besser in Szene setzen kann. Beim Rundgang in März stieß vor allem die Inszenierung des Rathauses auf gute Resonanz.

Denkbar sei etwa, dass diese Idee (Kostenpunkt: 238.000 Euro) im Rahmen des Rathaus-Umbaus aufgegriffen werde, sagte Heinrich Ammelt. Auf der Prioritätenliste der Verwaltung taucht es zusammen mit der Stadtkirche am Markt, dem Wasserturm und der Böker-Villa auf dem zweiten Platz auf. Auch sogenannte Profanbauten wie das Ämterhaus und das Teo Otto Theater sind dabei.

Für die Unterführung an der Engelspassage haben die Lichtexperten ebenfalls Ideen entwickelt.

Mehr von RP ONLINE