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Remscheid: Quartierstreff Klausen wurde leise eröffnet

Quartierstreff Klausen : Eröffnung mit Hindernissen

Infolge der andauernden Pandemie wurde der langersehnte Quartierstreff Klausen außergewöhnlich sang- und klanglos eröffnet. Die Betreiber hoffen, im kommenden Jahr endlich mit ihren Aktivitäten durchstarten zu können.

Lange hatten sich Stadtteilmanagerin Anja Westfal und Kollegin Nicole Meshing von den Schlawinern auf diesen Moment gefreut: Feierlich sollte der neue Quartierstreff im Herzen Klausens – ein Kooperationsprojekt von Schlawinern, Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Arbeit Remscheid, der Stadt sowie dem Wohnungsunternehmen LEG, Eigentümer der Räumlichkeiten – eröffnet werden. Ein brandneuer Begegnungsort, barrierefrei konzipiert, liebevoll eingerichtet, wo sich die Menschen des Stadtteils zum Austausch, für Beratungen oder gemeinsame Aktivitäten treffen können.

Die Eröffnung fand am Montag nach monatelanger Vorarbeit und Umgestaltung statt, allerdings wenig feierlich und aufgrund der Corona-Pandemie zudem fast gänzlich ohne Gäste. Jeweils nur eine Person durfte sich mit Mund- und Nasenschutz in den gut 120 Quadratmeter großen Räumlichkeiten umschauen. Das Angebot muss aber aufgrund des zweiten Lockdowns pausieren. Die Betreiber hoffen, im kommenden Jahr endlich mit ihren Aktivitäten durchstarten zu können.

Der neue Quartierstreff glänzt durch eine gemütliche Café-Atmosphäre mit schicken Sitzgelegenheiten und Tischen auf der linken Seite, in der Mitte zwei gemütliche Sessel vor einer schmucken Bilderrahmenwand und rechts eine offen gestaltete dunkle Küche im modernen Industrial-Stil. Der perfekte Ort für ein gemütliches Pläuschchen bei einer Tasse Kaffee oder einem warmen Teller Suppe, oder gar für eine kurzweilige Skatrunde unter Freunden. Aktivitäten, die zusätzlich zu einem regelmäßigen Zeitungstreff und Beratungsangeboten bereits geplant sind, aktuell aufgrund der Situation allerdings noch auf sich warten lassen.

Ziemlich enttäuscht wirkten daher Anja Westfal und Nicole Meshing bei der Eröffnung: „Das war ein unsagbar schlechtes Timing“, urteilt die Stadtteilmanagerin. Die Eröffnung wurde aufgrund der Pandemie bereits mehrfach verschoben, obwohl die Umbauarbeiten relativ zügig vorangingen. Aus den beiden ehemaligen und lange leerstehenden Ladenlokalen – die linke Seite war früher ein Friseursalon, die rechte ein Imbiss – wurde die Idee eines zentralen Treffs für die Stadtteilbewohner realisiert. „Während der Umbauarbeiten haben viele neugierig hineingeschaut und Ideen für Aktivitäten geäußert“, berichtet Westfal.

Nach dem Lockdown wollen die Kooperationspartner ihre Arbeit aufnehmen. Der Treff wird dann täglich von montags bis freitags von
10 bis 14 Uhr geöffnet sein, donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Ein Wochenplan, der an den Türen des Treffs ausgehängt wird, soll über die Angebote informieren. Eine Homepage ist in Arbeit.