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Remscheid: Projekt #5630 muss beide Shows absagen

Veranstaltungen in Remscheid : Projekt #5630 muss beide Shows absagen

Wenn die Macher des Jugendprojekts #5630 auf dem langen Weg ihrer ehrenamtlichen Arbeit eines gelernt haben, dann das: Aufgeben ist keine Option. Und so haben Marcel Haupt und Jochen Peitz auch im Corona-Jahr entschieden: „Wir machen weiter.“

Nach den jüngsten Ankündigungen der Bundesregierung zu Großveranstaltungen, müssen die Projektmacher ihre für November geplanten Shows nun aber absagen. „Wir könnten nur 25 Prozent der geplanten Sitzplätze belegen“, sagt Jochen Peitz, „logistisch und finanziell wäre das ein Desaster.“

Jochen Peitz und Marcel Haupt hatten sich auf die Suche nach Alternativen gemacht und auf das Teo Otto Theater gehofft – nachdem dort bereits eine kleinere, aber sehr erfolgreiche #5630-Show stattgefunden hatte, bei der einige Künstler live, andere über Videoinstallationen ihr Können gezeigt hatten. „Die Bedingungen im Theater haben sich aber nur im Zuschauerraum gelockert, mit einer größeren Gruppe dürfen wir noch nicht auf die Bühne“, erklärt Peitz. Also bleibe ihnen nichts anderes übrig, als die Shows für November abzusagen – nachdem die Aufführung im ersten Jahr an finanziellen Problemen gescheitert war. Alle Ticketkäufer erhalten nun eine Rückerstattung der Kosten.

Aufgeben wollen Jochen Peitz und Marcel Haupt aber auch dieses Mal nicht: „Die beispiellose Lebenssituation bietet auch Chancen für neue Kreativität“, sind sie sicher. Es bedürfe eines Umdenkens, um andere Wege zu finden. #5630 verlegt sich nun fürs erste auf multimediale und digitale Ideen – so sollen die Jugendlichen doch noch ihre Bühne bekommen. Im Filmstudio in Bergisch Gladbach soll ein Film entstehen. Die Gruppen und Einzelkünstler werden zu Drehterminen eingeladen. Das Konzept entstehe gerade erst, die Finanzierung müsse noch geprüft werden. Entsprechende Förderanträge haben die Projekt-Initiatoren bereits gestellt. „Wir hoffen außerdem, dass die Unterstützter des Projekts nicht abspringen“, sagt Peitz.

Außerdem soll in den nächsten Wochen und Monaten eine Ausstellung entstehen, die von dem Weg des Projekts erzählen will. Das Team arbeitet parallel an der Veröffentlichung eines Buches. „Es geht weiter mit der Initiative zur Förderung junger Talente für ein gemeinsames Wir in Remscheid“, sagt Peitz, „schauen wir also mit Hoffnung auf das Leben mit Corona und machen das Beste draus.“