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Remscheid: Politik zweifelt an Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Remscheid : Politik zweifelt an Bewertung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Politiker von CDU und SPD haben sich im Sozialausschuss der Stadt verwundert über die positive Bewertung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge durch die Verwaltung geäußert.

Wieso sprängen so viele andere Städte ab, wenn das Modell so gut sei, wie von der Stadt beschrieben, fragte Lothar Krebs (SPD). Wie anderen Städte zu ihren Urteil kämen, sei ihm nicht bekannt, sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Die Zusammenarbeit in Remscheid mit der Barmer Ersatzkasse sei jedenfalls gut. Das ausgeklügelte, über Jahre entwickelte Abrechnungssystem der Kassen lobte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling. Die Stadt habe nicht das Know how, um Rechnungen etwa von Krankenhäusern so genau auf Zulässigkeit zu prüfen wie die Kassen es tun.

In einem Bericht für die Politik heißt es, dass vor der Einführung der Karte die durchschnittlichen "Krankenhilfeaufwendungen" bei monatlich 175 Euro Person gelegen hatten. Für das vierte Quartal 2016 meldet die Barmer einen Durchschnittswert von 148 Euro pro Monat. Die Zahl der Besitzer der Karte, die ab Mai 2016 in Remscheid ausgegeben wird stieg bis Ende 2016 stark an. Die Kosten liegen im siebenstelligen Bereich.

(hr)