Remscheid: Pläne für die Fastenrathstraße

Remscheider Innenstadt : Pläne für die Fastenrathstraße

Die Zufahrt zur Tiefgarage soll enger werden, mehr Raum für Fußgänger entstehen.

Der geplante Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes ist umstritten. Auch weil sich die Remscheider mit den Entwürfen von Stadtplanern und Landschaftsarchitekten aus Köln und Aachen schlicht übergangen fühlten. Bei der geplanten Neugestaltung der Fastenrathstraße soll sich das nicht wiederholen. Der Vorentwurf, diesmal erstellt von einem Landschaftsarchitekten aus Münster, wurde deshalb jetzt Thema in der Politik.

Es geht um den Übergang von der Allee- in die Fastenrathstraße, um die dortige Fußgängerampel, um die Zangen-Plastik, die Einfahrt zur Rathaus-Garage, den Taxistand und nicht zuletzt die gegenüberliegende Seite des Rathauses mit einem Brunnen, der heute eher an einen Aschenbecher als an ein Wasserspiel erinnert.

Stephan Bracht, Geschäftsführer der SAL Landschaftsarchitektur, will den Bereich neu gestalten. Die Einfahrt zur Tiefgarage will er „entschleunigen“, wie er sagt. Das heißt, die Zufahrt soll enger werden, mehr Raum für Fußgänger entstehen. Bänke sollen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen, dazu soll alles grüner werden. Bracht will Pflanzbeete anlegen und weitere Bäume pflanzen, die das Grau der Tiefgarageneinfahrt kaschieren sollen.

Was sich gut anhört, blieb im Bauausschuss nicht in Gänze unwidersprochen. Ralf Wieber, für die CDU Mitglied des Gremiums und Vorsitzender des Marketing-Vereins, wies darauf hin, dass die Stadtplaner bei ihren Pflanzvorhaben den Lieferverkehr für die Geschäfte auf der Alleestraße nicht vergessen mögen. Zwischen Zange und Bäumen bliebe möglicherweise nicht genug Platz. Lothar Schiffer (FDP) zeigte sich darum ebenso besorgt.

Dass der Landschaftsarchitekt aus Münster mit dem Begriff Zange zunächst nichts anzufangen wusste, stärkte nicht eben das Vertrauen der Politiker. Fritz Beinersdorf (Linke) zeigte sich allerdings erfreut, dass ihnen die Planungen zu einem frühen Zeitpunkt vorgestellt werden.

Derweil zeichnet Stephan Bracht auch verantwortlich für die Neugestaltung der Alten Bismarckstraße. Unter anderem plant Bracht Terrassen für die steile Straße. Vor den Kneipen sollen sie Außengastronomie ermöglichen, dazu Leuchtstelen für ein schönes Ambiente sorgen. Erste Versuche will die Stadt bereits in diesem Sommer unternehmen. Christian Kutschaty, Leiterin des Fachdienstes Bauleitplanung, drückt aufs Tempo. „Wir möchten im Juni, Juli mit den Bauarbeiten beginnen.“ Mehr über die Baustellen der Innenstadt-Reaktivierung gibt es beim Straßenfest am Samstag zu sehen: von 14 bis 19 Uhr im Innenstadtbüro, Markt 13.

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