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Remscheid: Petition gegen Maskenpflicht im Unterricht

An Grundschule in Remscheid : Petition gegen Maskenpflicht im Unterricht

Die Elternpflegschaft der Klasse 1b an der Stadtpark-Grundschule hat eine Online-Petition gegen die Maskenpflicht im Unterricht gestartet.

In kurzer Zeit sammelte sie eine hohe dreistellige Unterstützerzahl. „Die meisten Stimmen kommen aus NRW“, sagt Mit-Initiatorin Fatma Aksin.

Die Pflegschaft wehrt sich gegen die neue Anordnung des Landes, dass die Kinder im Unterricht Masken tragen sollen, wenn sie an ihrem Platz sitzen. „Das erscheint uns wenig sinnvoll, wenn man bedenkt, dass die Kinder zum Essen und Trinken die Masken abnehmen dürfen.“ Die Mütter befürchten Langzeitfolgen für die Kinder, die sich noch im Wachstum befinden. Ihre ältere Tochter (12) berichte von Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen, schreibt sie in einer E-Mail, die unter anderem an Schulministerin Yvonne Gebauer und Ministerpräsident Armin Laschet adressiert war.

Johnny Pagano, Vorsitzender der Schulpflegschaft an der Grundschale Stadtpark, macht klar, dass das Thema nicht in allen Klassen der Schule so gesehen wird. Die Petition bilde nicht die Meinung aller Eltern ab. „Ich bin für die Maskenpflicht“, sagt Pagano und verweist auf die wieder steigenden Inzidenz-Werte. „Wir sind froh, dass die Kinder wieder zur Schule gehen können.“ Verhindern könne er die Aktion aber nicht. „Jeder kann machen, was er möchte.“ Nachdem er per E-Mail von der Petition erfahren hatte, startete Karsten Neldner, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft, spontan eine Umfrage an sieben anderen Grundschulen. Dort will man die Aktion nicht unterstützen.

Nicht auf Zustimmung zu den Forderungen, aber auf Verständnis für die Sorgen der Elternpflegschaft trifft die Aktion bei Sigrid Beer. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Düsseldorfer Landtag schreibt in einer Antwort-Mail: „Die Situation ist sehr schwierig für die Familien. Deshalb erreichen uns derzeit viele Anfragen von Eltern und Großeltern, die sich um die Gesundheit der Kinder sorgen. Und wir verstehen die Besorgnisse, auch wenn sie sich ganz unterschiedlich darstellen. Je mehr flankierende Maßnahmen greifen, desto eher kann – und das ist absolut wünschenswert – von der Maskenpflicht abgesehen werden.“