Remscheid: Neue Fahrschule am Zentralpunkt

Unternehmen in Remscheid : Neue Fahrschule am Zentralpunkt

Lisa-Marie Janzik wagt den Schritt in die Selbstständigkeit und hat die „Stern-Fahrschule“ an der Burger Straße übernommen. Am 31. August wird es einen Eröffnungsnachmittag in „Lisa’s Fahrschule“ geben.

Für die 29-jährige Fahrlehrerin Lisa-Marie Janzik geht Anfang September ein kleiner Traum in Erfüllung. Seit sieben Jahren ist die Wuppertalerin Fahrlehrerin, jetzt macht sie sich mit ihrer eigenen Fahrschule am Zentralpunkt selbstständig. „Ich übernehme die an der Burger Straße bereits ansässige Stern-Fahrschule“, sagt die 29-Jährige. Der bisherige Inhaber habe einen Nachfolger gesucht, da er sein Unternehmen verkaufen wollte.

„Ich habe davon über Facebook mitbekommen. Ich wohne in Wuppertal-Langerfeld, da habe ich es auch nicht so weit – und da ich ohnehin vorhatte, mich über kurz oder lang selbstständig zu machen, habe ich mich dazu entschieden und den Schritt gewagt“, sagt Lisa-Marie Janzik. Die Stern-Fahrschule gebe es bereits seit den 1980er-Jahren, den Namen habe die 29-Jährige indes nicht mitnehmen wollen. „Künftig steht draußen der neue Name: Lisa’s Fahrschule“, sagt die Wuppertalerin schmunzelnd.

Eigentlich habe die 29-Jährige Lehramt studieren wollen. „Aber als ich meinen Führerschein gemacht habe, ist mir schnell klar geworden, das ich den Beruf des Fahrlehrers sehr interessant finde“, sagt sie. Mit 22 Jahren ist es dann soweit gewesen. „Ich habe an der Fachschule in Düsseldorf den fünfmonatigen Kursus zur Fahrlehrerin gemacht“, sagt die 29-Jährige. An den Kursus schließt sich ein bis zu zwei Jahre dauerndes Praktikum in einer Fahrschule an. „Je nachdem, wie fit man ist, kann man das auch verkürzen. Ich war nach insgesamt elf Monaten – mit der Ausbildungszeit – soweit“, sagt Lisa-Marie Janzik. Im Anschluss an das Praktikum habe sie möglichst viele unterschiedliche Fahrschulen kennenlernen wollen. „Ich habe in verschiedenen Städten und Fahrschulen gearbeitet“, sagt die 29-Jährige.

Jede Fahrschule sei unterschiedlich, lege etwa den Fokus auf andere Bereiche. Auch Lisa-Marie Janzik hat sich eine Nische ausgesucht. „Ich möchte mit ängstlichen Fahrschülern arbeiten“, sagt sie. Bei ihr seien Fahrschüler richtig, die Angst vor dem Fahren auf der Autobahn oder nach einem Unfall hätten. „Natürlich auch alle anderen, aber ich bin etwa eine Kooperation mit einer befreundeten Fahrlehrerin eingegangen, die bei der Arbeit mit besonders ängstlichen Menschen auch Hypnose einsetzt“, sagt Janzik. Sie selbst habe zwei Seminare in Gebärdensprache gemacht, um auch gehörlosen Menschen Fahrunterricht erteilen zu können. „Es gibt bundesweit nur wenige Fahrschulen, die das im Portfolio haben“, sagt Lisa-Marie Janzik. Auch Senioren, die ihre Fahrtkenntnisse auffrischen oder bestätigt haben wollen, können zu „Lisa’s Fahrschule“ kommen.

Beeindruckt habe die junge Frau der „I-Mobil-Tag“ in Frankfurt. „Da können einmal im Jahr Menschen mit Behinderung mit dem Auto fahren, die sonst nie hinter ein Steuer kommen könnten – natürlich in Begleitung eines Fahrlehrers. Da war ich schon zweimal dabei. Es ist sehr eindrucksvoll, wenn man etwa blinde Menschen Autofahren sieht.“

Der Übergang von der Stern-Fahrschule zu „Lisa’s Fahrschule“ verläuft übergangslos. „Mein offizieller erster Tag ist Montag, 2. September. Am Samstag, 31. August, habe ich einen Eröffnungsnachmittag geplant. Da können alle Interessierten und auch die aktuellen Fahrschüler um 15 Uhr in die Fahrschule kommen“, sagt Lisa-Marie Janzik. Ihr Team wird um zwei Damen fürs Büro und eine weitere Fahrlehrerin ergänzt. „Wir bieten auch Ferien- und Intensivkurse an, so dass man die Theorie in acht Tagen absolvieren kann“, sagt die 29-Jährige, die sich auf die Aufgabe im eigenen Unternehmen freut.

Sie werde nicht nur auf ihrer Website, sondern auch in den Sozialen Medien präsent sein. „Ich drehe etwa mit dem YouTuber Berhard Hummel Videos nach dem Motto: Alles rund um den Weg zum Führerschein.“

Mehr von RP ONLINE