Remscheid: Naturschützer wollen den Stadtparkteich zurück

Politik in Remscheid : Naturschützer wollen den Stadtparkteich zurück

Remscheids Naturschützer wollen kein Gewässer an anderer Stelle.

Der Stadtparkteich soll an Ort und Stelle zurück. Das war Konsens im Naturschutzbeirat unter Leitung von Gabriele Lipka. Die Themen:

Gibt es eine Alternative zum Stadtparkteich? Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe, nannte ihn einst einen „Bioreaktor“. Weil sie den Enten Gutes tun wollten, versenkten viele Remscheider Brot darin. Die Folge: Der Teich verschlammte und trocknete im Sommer aus, weil er undicht ist und nicht von einem Bach, sondern nur von Regenwasser gespeist wird. Nun liegt er trocken. Eine Bürgerwerkstatt kam zusammen, derzeit erstellt ein Experte ein geobiologisches Gutachten und soll klären, ob und unter welchen Voraussetzungen das künstliche Gewässer an seinem bisherigen Standort eine Zukunft hat. Chefstadtplanerin Christina Kutschaty warf die Frage auf: „Könnte man ihn nicht besser an einem anderen Punkt des Parks anlegen?“ Nein, sagt der Naturschutzbeirat und fordert die Wiederherstellung eines kleineren Gewässers an Ort und Stelle. Und zwar vor 2022, wenn mit Glück auch Fördermittel des Landes bereitstehen.

Muss die Waldschnepfe jetzt den Jäger fürchten? Die CDU/FDP-Landesregierung hat das von der rot-grünen Vorgängerregierung erlassene Landesjagdgesetz reformiert und die Liste der jagdbaren Arten ausgeweitet. Seither findet sich darauf auch die Waldschnepfe wieder. Gefahr droht ihr von Jägerseite dennoch nicht. Denn die Waldschnepfe ist vom Aussterben bedroht und steht unter Schutz. Die Jägerschaft bejagt sie seit vielen Jahren nicht. Dafür umso mehr ihre Feinde. Iltis, Waschbär, Marderhund, Wildschwein, Dachs, Fuchs und Marder zählen dazu.

Wer bewohnt das Gleisdreieck in Bergisch Born? Nach wie vor untersuchen die Biologen die ökologische Relevanz des Gleisdreiecks in Bergisch Born. Daraus soll ein Gewerbegebiet werden. Der Rotmilan, die Haselmaus und andere gefährdete Arten könnten die Pläne scheitern lassen. Einen gefiederten Bewohner gibt es dort Gabriele Lipka zufolge heute nicht mehr. Der Kibitz ist ein Bodenbrüter, der nicht nur Prädatoren wie den Fuchs fürchten muss, sondern vor allem eine intensive Landwirtschaft. „Wir hätten dort früher tätig werden müssen“, sagt Gabriele Lipka selbstkritisch.

Wie schützt die Stadt ihre Bürger vor Starkregen? Langfristige Messungen zum Klimawandel sagen häufigere und intensivere Starkregenereignisse voraus. Das Wasser kann zum einen von außen in das Gebäude eindringen. Oder über den Abwasserkanal ins Haus gedrückt werden. Besonders gefährdet sind deshalb Häuser in Hanglagen und an Bächen sowie Häuser mit Räumen, die unterhalb des Straßenniveaus liegen. Die Stadt hält Gefahrenkarten bereit. „Mit Hilfe der Karten kann man nachsehen, ob vorhandene Liegenschaften oder geplante Bauvorhaben eventuell von einem Starkregen betroffen wären“, sagt Marc Riehmer vom Fachdienst Umwelt. Er kommt, um Hausbesitzer zu beraten.

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