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Remscheid: Möbel-Häuptling Knappstein feiert Jubiläum

25 Jahre in Remscheid : Beim Möbel-Häuptling geht es familiär zu

Seit 25 Jahren behauptet sich Möbel Knappstein erfolgreich in Remscheid. Selbst die Corona-Krise konnte die Jubiläumslaune an der Neuenkamper Straße bisher nicht trüben.

Klassische Möbelhändler arbeiten heutzutage in keiner leichten Branche. Das weiß auch Andreas Knappstein als Chef der Firmengruppe Knappstein. Deren Sitz befindet sich im sauerländischen Schmallenberg. Doch das größte Möbelhaus der traditionsreichen Gruppe steht in Remscheid. Und dort gibt es in diesem Jahr ein Jubiläum zu feiern: „Seit 25 Jahren zuhause im Bergischen Land“, nennt es der Firmenchef und deutet schon an, was er für einen wichtigen Teil des Erfolgsrezepts an allen Knappstein-Standorten hält: Er und seine im Unternehmen tätige Verwandtschaft verstehen sich als „eine Familie und ein Team“, in dem jedes Mitglied im positiven Sinne mit dem „Möbel-Virus“ infiziert sei.

Und auch die übrige Belegschaft bringt sich ein und identifiziert sich mit den Knappstein-Märkten. Das führt dazu, dass es im laufenden Jahr auch weit mehr als nur das silberne Jubiläum in Remscheid und das 30-jährige in Bad Langensalza in Thüringen zu feiern gibt: Zelebriert werden zudem viele Jubilare – darunter allein in den letzten drei Monaten vier Mitarbeiter, die seit
40 Jahren dem Betrieb angehören, sowie 13 weitere, die seit 25 Jahren mit von der Partie sind.

Für den Manager aus dem Hochsauerland ist das ein Zeichen der guten Zusammenarbeit in einem familiengeführten Unternehmen und das Resultat eines hohen Ausbildungsengagements. Was sich am Ende auch in Remscheid bezahlt gemacht habe. Denn der Fachmarkt in der Neuenkamper Straße, der von allen Filialen „die größte Auswahl und die vielfältigsten Angebote“ habe, wachse schon „seit 1995 konsequent“. Und dennoch seien einige Verbesserungen geplant, weil die Kunden in Remscheid „immer wieder andere Wohnideen und Akzente in der Ausstellung suchen“.

Auch am Gebäude will man in Remscheid einiges verändern. So sei man gerade dabei, „wegen der klimatisch steigenden Temperaturen die Glasfläche im Innenhof zu beschatten“. Vielleicht wird auch noch das Restaurant „Bella Bergisch“ klimatisiert. Verbesserungswürdig ist ferner der gläserne Panorama-Aufzug, der „viel zu langsam“ sei. Auch Photovoltaik und weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge stehen auf der Agenda.

Keinen Handlungsbedarf sieht Andreas Knappstein hingegen bei der Service-Qualität der Mitarbeiter. Dass die Kunden die Mitarbeiter „oft sogar mit Namen kennen“, sei gewollt und gelte für alle Bereiche – von der Beratung über den Verkauf bis zur Auslieferung, bei Rückfragen und auch im Restaurant.

Ebenfalls gewollt ist, dass in Remscheid aktuell die komplette Verkaufsfläche von 27.000 Quadratmetern genutzt wird – selbst wenn hierdurch die Filiale leerer wirkt. Da gehe es jedoch um den Schutz in Corona-Zeiten, weshalb man auch „überall für die persönliche Beratung Plexiglasscheiben aufgestellt“ habe. Es ist zu beobachten, „dass Kunden und Besucher aktuell mehr zeitversetzt kommen und die gesamten Öffnungszeiten vollständig ausgenutzt werden“. Und das offenbar bei guter Kauflaune, denn das Ergebnis in Remscheid ist laut Knappstein trotz der Pandemie „stabil erfolgreich“. Wünsche hat er dennoch und denkt dabei vor allem an einen verkaufsoffenen Sonntag. Ansonsten gebe es aber kaum Grund zur Klage: Während sich andere Unternehmen im Zuge der Corona-Pandemie schon nach kurzer Zeit an den Rand der Existenz gedrückt sahen, hat sich seine Möbel-Gruppe sogar im Lockdown weiter gut behaupten können, sagt Knappstein. Das habe an den Auslieferungen gelegen, „die wir auch während des Lockdowns noch mit allen Kräften tätigen konnten“. Grund hierfür sind „die anhaltend gute Konsumstimmung und der private Wohnungsbau einschließlich Renovierungsarbeiten“ gewesen.

Der große Zuspruch hat sich nach der Wiedereröffnung fortgesetzt. Daher hofft der Händler nun „auf einen ebenso guten Jubiläumsherbst“. Jedoch weiß man, „das sich die regionale Wirtschaft bei den Kundenbesuchen wiederspiegelt und dass da, wo konkrete Zukunftssorgen sind, vorsichtiger Geld ausgegeben wird“. Möbel Knappstein profitiere indes von einem großen Vertrauensvorschuss, was unter anderem daran liege, „dass wir als Familienunternehmen immer etwas mehr leisten und den Menschen in den Mittelpunkt setzen“. Dies gelte sowohl im Hinblick auf die Kollegen als auch auf die Kunden. Das Resultat sei eine „enge Beziehung, die uns gerade in den letzten Monaten sehr geholfen hat“.