Remscheid: Mitte Dezember Einweihung des neuen Kinos

Kinostart in Remscheid : Bolschoi, Fußball und Blockbuster im Angebot

Mitte Dezember präsentiert Cinestar sein neues Kino am Remscheider Bahnhof. Auch ein Stargast soll kommen.

Allenfalls um 24 Stunden soll sich der Tag der Eröffnung noch verschieben: Am Mittwoch, 12., oder Donnerstag, 13. Dezember, will Cinestar sein neues Kino am Hauptbahnhof mit einer Premierenparty präsentieren. Als erster Film läuft eine Vorpremiere, auch ein Stargast werde erwartet, sagt Jörg Bender. Mehr mag der Theaterleiter noch nicht verraten.

Nach beinahe sieben Jahren endet damit die kinofreie Zeit in Remscheid. Zur Erinnerung: Im Februar 2011 schloss sich im Metropol auf der Alleestraße zum letzten Mal die Saaltür. Der letzte Pächter hatte hingeschmissen, und die Behörden schoben einer Neueröffnung aus Lärmschutzgründen einen Riegel vor. Seither muss nach Wuppertal oder Solingen, wer gern ins Kino geht.

„Eine Stadt mit 100.000 Einwohnern muss ein Kino haben“, sagt Jörg Bender. Seit 18 Jahren kennt er das Geschäft, hat es vom Popcornverkauf über die Technik zum Teamleiter, zum Assistenten und schließlich zum Kino-Manager gebracht. Zuletzt hat er für Cinemaxx in Wuppertal gearbeitet. Künftig führt der Mann aus Willich-Schiefbahn die Geschäfte im Remscheider Cinestar und gestaltet maßgeblich das Programm, das in dem neuen Filmtheater der Kette zu sehen sein wird.

Der Mann hat Ideen. „Natürlich zeigen wir die großen Blockbuster und Publikumsmagneten“, sagt der Theaterleiter. Er will aber auch Nischen besetzen. „In Remscheid leben viele Nationen. Wir möchten deshalb auch türkisch-, polnisch-, russisch- und englischsprachige Originalfassungen anbieten.“ Dazu plant der Manager Mottoabende: „Cine-Lady“ für die Damen mit Prosecco und den Cinestar-Männerabend für die Herren. Kinderfeste, Familientage runden das Programm ab.

Ohnehin fest im Cinestar-Programm sind Liveübertragungen, aber auch Opern und Konzerte. Schon am 15. Dezember soll deshalb die Verdi-Oper „La traviata“ im neuen Kino zu sehen und vor allem zu hören sein. Aufführungen aus dem Moskauer Bolschoi-Theater oder der Metropolitan-Oper sollen folgen. Das gilt ebenso für EM- oder WM-Übertragungen. Ob für  Kultur oder Fußball: „Für alles haben wir ein Publikum“, sagt Jörg Bender. „Wir verkaufen Emotionen.“

Und das mit der besten Technik und dem größten Komfort, sagt der Manager. Gerade hat der Ausbau der sechs Säle begonnen. Alle 1075 Sitzplätze sollen größtmöglichen Platz bieten, die je 300 Plätze in den zwei großen Sälen sind aus Leder. Dolby Atmos heißt die Beschallungstechnik für einen optimalen Rundum-Sound. Zwei Preiskategorien soll es geben: Parkett und Loge. Der Ticketverkauf wird Mitte November beginnen. Bis dahin hat der Chef des Cinestar noch einiges zu tun. Im Remscheider Bräu gegenüber der Kino-Baustelle führt er Bewerbungsgespräche. 45 bis 50 Mitarbeiter werden sich künftig um die Gäste kümmern.

Das übrigens auch außerhalb der Kinoabende. Der Hauptbahnhof braucht mehr Aufenthaltsqualität, das ist Jörg Bender nicht entgangen. Er überlegt deshalb, das Café im Foyer künftig auch am Tage zu öffnen. Ohnehin versteht sich Cinestar auch als gestaltender Faktor. Bender will Partner sein, denn: „Remscheid hat viel Potenzial.“