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Remscheid-Lennep: Jede Menge Prominenz radelt für den guten Zweck

Tour der Hoffnung : Jede Menge Prominenz radelt nach Lennep

Ein wenig ist es wie die Tour der France im Bergischen, wenn am 17. August 200 Radler in Kolonne durch Remscheid fahren.

Ein wenig ist es wie die Tour der France im Bergischen, wenn am 17. August 200 Radler in Kolonne durch Remscheid fahren. Die „Tour der Hoffnung“ – so heißt die große Spendenaktion – gibt es seit 36 Jahren. Prominente, Sportler, Ärzte und Unternehmer treten vier Tage lang quer durch Deutschland ordentlich in die Pedale und legen mehrere hundert Kilometer zurück, um Spenden für krebskranke Kinder zu sammeln. Über zwei Millionen Euro kommen so immer wieder zusammen. Zuletzt rollte die große Kolonne 2009 durch NRW.

In diesem Jahr wird sie erstmals in Remscheid halten. Genauer gesagt: in Lennep bei der Volksbank im Bergischen Land am Tenter Weg. Das Geldinstitut unterstützt die Aktion mit einer Spende von 10.000 Euro. Das Geld aus Lennep ist für die Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf sowie den Förderverein für krebskranke Kinder Köln gedacht.

Für den Volksbank-Vorstandsvorsitzenden Andreas Otto ist die Unterstützung eine Herzensangelegenheit: „Auf den Stationen herrscht eine derart positive Stimmung. Die Kinder haben zwar von der Chemotherapie keine Haare mehr, aber sie haben so große Ausstrahlung – das ist faszinierend. Und vom Personal wird Unheimliches geleistet. Es ist schön, dass es solche Menschen gibt, die die kranken Kinder und deren Familien so unterstützen.“

Deswegen stand schnell fest, dass die Volksbank gerne die 200 Radfahrer als Etappen-Stopp in Empfang nehmen will, als der Kontakt zu Tour-Mitorganisator Hans-Peter Bazzanella entstand. Er hat den Weg des letzten Etappentages von Hagen zur Kinderklinik St. Augustin über Ennepetal, Gevelsberg, Remscheid und Odenthal mit Stopps bei teilnehmenden Unternehmen organisiert. Sie gehöre zu den schwersten in den letzten 36 Jahren überhaupt. Insgesamt werden an dem Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h 120 Kilometer zurückgelegt und 1000 Höhenmeter überwunden. „Wenn man dann am Ende in der Kinderklinik beim Empfang die Kinderaugen leuchten sieht, wird jeder demütig“, betont Bazzanella, der selbst auch mitfahren wird.

Mit dabei ist auch eine Polizeieskorte, die die Fahrer auch auf das Gelände der Volksbank leiten wird. Dort wartet auf die Tour-Teilnehmer Verpflegung der Firma Steinhaus sowie Getränke der Haaner Felsenquelle zur Stärkung. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der die Schirmherrschaft übernommen hat, wird die Radler begrüßen und den Scheck überreichen. „Diese Aktion zu unterstützen ist den Schweiß Vieler sicherlich wert. Das Thema Krebs ist eines, dass jeden irgendwie betrifft. Aber gerade, wenn es Kinder betrifft, ist das besonders schwer“, sagte der OB beim Pressegespräch.

Die Organisatoren wünschen sich viele Besucher vor Ort, die den Fahrern der Tour der Hoffnung einen tollen Empfang bereiten sollen. Unter den Fahrern gibt es auch rund 38 Prominente zu sehen, die in ihren Disziplinen unter anderem Weltmeistertitel errungen oder Goldmedaillen gewonnen haben. Neben dem ehemaligen Boxer Henry Maske ist Fußballer Felix Magath, Schwimmerin Annika Mehlhorn, Beachvolleyballer Jonas Reckermann oder Fußballweltmeisterin Nia Künzer dabei. „So eine sportliche Promi-Dichte hat es in Remscheid wohl noch nie gegeben. Das ist ein echtes Highlight“, betont Andreas Otto. ANNA MAZZALUPI

Drei, die für den guten Zweck starten: Ex-Profiboxer Henry Maske . . . Foto: dpa/dpa, bvj jhe
. . . die Fußball-Weltmeisterin und jetzige Fernseh-Expertin Nia Künzer . . . Foto: Imago
. . . und Ex-Fußballer und Trainer Felix Magath. Foto: imago

Info Etappen-Halt ist am 17. August von etwa 13.45 bis 14.25 Uhr am Tenter Weg 1-3. Ex-Eiskunstläuferin Marina Kielmann wird moderieren, Ex-Kunstturner Eberhard Gienger und Fallschirm-Weltmeister Klaus Renz springen gegen 14 Uhr über Lennep ab und landen auf dem Volksbank-Parkplatz.