Remscheid: Leibniz kämpft für Klimaschutz

Schule in Remscheid : Leibniz kämpft für Klimaschutz

Die gesamte Schulgemeinschaft zieht am Freitag durch Lüttringhausen.

Noch sind die Buchstabenplakate nicht ganz fertig. Das müssen sie aber bis zum kommenden Freitag sein, denn dann sollen sie am Adolf-Clarenbach-Denkmal an der Blume in die Luft gehalten werden. Richtig zusammengestellt ergeben sie „Leibniz for Future“ – so lautet der Name der AG des Leibniz-Gymnasiums in Lüttringhausen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigt.

Der Schriftzug ist Teil einer großen Demonstrationsaktion im Rahmen des weltweiten Klimastreiktages der „Fridays for Future“-Bewegung am 20. September. In Lüttringhausen wird die ganze Schule teilnehmen. Insgesamt 700 Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium werden als großer Demonstrationszug in Richtung Blume ziehen.

Auch einige Schüler des Röntgen-Gymnasiums aus den Kooperationsleistungskursen werden dabei sein, weil die Demo Teil des Unterrichtes ist. Nur 97 Schüler werden nicht mitmachen können, weil sie sich derzeit im Praktikum befinden. Teil der Route ist dabei auch die Gertenbachstraße. „Wir wollen bewusst durch Lüttringhausen gehen und hier vor Ort Flagge zeigen“, betont Lehrerin Verena Leberling, die gemeinsam mit Kollegin Uta Öhl die AG betreut und die Idee zu der Schulaktion hatte.

Die Schule wolle Präsenz zeigen, aber auch gleichzeitig die Lüttringhauser motivieren, mitzuziehen. Schulleiter Thomas Giebisch sei für die Idee offen gewesen und generell tolerant, wenn Schüler an Streikaktionen teilnehmen wollen, merkt Leberling an. Dennoch drohen sonst – auf Vorgabe des Ministeriums – Fehlstunden für die Jugendlichen. Deshalb sei es nicht immer einfach, an Aktionen in der Innenstadt oder in Wuppertal teilzunehmen, erklärt Schülersprecher Claudio (16). „Grundsätzlich ist es aber egal, wo demonstriert wird. Hauptsache ist, dass überhaupt etwas passiert“, betont er.

Früher seien die Menschen vermehrt für ihre Überzeugungen auf die Straße gegangen, das müsse auch wieder in die junge Generation transportiert werden. „Alle tragen eine bestimmte Verantwortung. Wir können noch Einfluss nehmen, statt uns nur auf die alte Generation zu verlassen“, ergänzt Schülersprecherin Kisha (16).

Schülerin Jana (16), Mitglied der AG, war schon bei einigen anderen Demos dabei. „Dass hier die ganze Schule mitgeht, ist ein starkes Zeichen für den Klimaschutz“, ist sie sich sicher. Zudem findet sie es toll, dass sich auch schon die jungen Mitschüler aus der fünften und sechsten Klasse aktiv an den Vorbereitungen der Plakate beteiligen.

Gegen 11.30 Uhr ist der Treffpunkt an der Schule an der Lockfinker Straße. Gegen 12.15 Uhr trifft der Zug schließlich am Adolf-Clarenbach-Denkmal ein, wo eine möglichst große Menschenkette gebildet werden soll. Übrigens wird sich auch der Heimatbund Lüttringhausen beteiligen. Weitere Unterstützer sind außerdem herzlich willkommen.

Mehr von RP ONLINE