Remscheid: Lärmschutzwand für die Ringstraße

Remscheid : Lärmschutzwand für die Ringstraße

Der Lärm an der Ringstraße ist schon jetzt sehr hoch und entsteht nicht nur durch das Designer-Outlet-Center (DOC).

Das betonte Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lennep. Rund 770.600 Euro werden für den Bau der Lärmschutzwand im Doppelhaushalt 2019/2020 veranschlagt. Die Mittel werden nicht aus den Verkaufswerten der Grundstücke an den Investor des DOC generiert, erwiderte er in der Fragestunde der Einwohner einer Anwohnerin. Diese wollte wissen, inwiefern sich die Entscheidung der noch offenen Klagen gegen das DOC auf den Bau der Lärmschutzmauer auswirke. Die Summe sei im Haushalt eingeplant und es müsse kein Kredit dafür aufgenommen werden, versicherte er.

Im Laufe des Abends stellte Zirngiebl zudem die konkreteren Pläne zur Lärmschutzwand vor, die noch vor den Straßenbaumaßnahmen im Bereich Ringstraße auf dem Bürgersteig errichtet wird. Die BV-Mitglieder sprachen sich einstimmig für den Vorschlag der TBR aus. Demnach erstreckt sich die Mauer über eine Gesamtlänge von 220 Metern, von der Einmündung Talsperrenstraße bis hin zur Kreuzung Ringstraße / Raderstraße. Gewählt wurde eine Gabionenwand mit einem schallabsorbierenden Kern und einer Stärke von etwa 76 Zentimetern. Nach dem Vorschlag der TBR wird sie mit hellem, grobkörnigen Dolomitengestein gefüllt sein. Die Höhe beträgt drei Meter. An einigen Stellen wurde die Höhe auf vier Meter angepasst, um einen gleichmäßigen Lärmschutz zu garantieren, merkte Zirngiebl an.

Die einzelnen, vier Meter langen Teile werden teilweise um 25 Zentimeter versetzt angeordnet. Dadurch schaffe man zum einen Platz für die Unterbringung der notwendigen Lichtzeichenanlagen und Großwegweisungen. Zum anderen ergeben sich dadurch 14 Pflanzbereiche.

Die Pflanzgruben, mit einer Tiefe von rund 90 Zentimetern, sollen mit zurückhaltender Bepflanzung versehen werden. Bodendecker wie Storchenschnabel oder Immergrün sollen für ein freundliches Bild sorgen. Sie werden durch Ziergräser und Frühjahrsblüher wie Tulpen ergänzt.

„Wir werden hier keine riesigen Grünflächen haben“, sagte Zirngiebl auch mit Blick auf den Pflegebedarf. Deshalb wurden für die Wand auch bewusst Kletterpflanzen wie die Waldrebe oder Geißblatt ausgewählt, die nicht zur Überwucherung neigen, erklärte er weiter.

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