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Remscheid: KreaConvention wird verschoben

Kultur in Remscheid : KreaConvention wird verschoben

Am Wochenende sollte zum ersten Mal das Treffen der Kulturschaffenden im Teo Otto Theater stattfinden – die KreaConvention. Unter neuem Namen und mit neuem Konzept. Die Corona-Regeln machen den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Claudia Gottschalk-Elsner von der Remscheider Kulturförderung hatte 25 Anmeldungen vorliegen. „Damit haben wir unsere Mindestanzahl erreicht“, sagt Gottschalk-Elsner. Wegen Mangel an Interesse von Seiten der Aktiven in der Remscheider Kulturszene fand die jüngste „Kulturbörse“ – so der frühere Name der Veranstaltung – gar nicht erst statt. Nach zwei Kulturdialogtreffen startete die Stadt einen neuen Versuch.

Das neue Konzept weckte kein überschwängliches, aber ausreichendes Interesse: An zwei Tagen sollten sich an 38 Ständen die Kreativen der Stadt präsentieren. Ob Chor oder Theater, ob Schriftsteller oder Tanz-Kompanie – für jedermann sollte es ein Forum geben. Die große und die kleine Bühne waren für kurze Präsentationen vorgesehen. Sie sollten zeitlich auf 20 Minuten begrenzt sein. Dann geht das Licht aus, ohne Rücksicht auf Verluste. So wollte man verhindert werden, dass es zu ermüdenden und überlangen Vorstellungen kommt.

Damit sich die Aufführungen im oberen Foyer mit den Darbietungen auf der großen Bühne nicht überschneiden, waren zeitliche Puffer und nach einem Dreierblock eine einstündige Pause geplant. Sinn der „KreaConvention“ ist das Kennenlernen untereinander, der Austausch und der Plausch bei einer Tasse Kaffee oder einem Wein. Und wenn sich danach ein gemeinsames Projekt ergibt, umso besser

Um Bürger ins Teo Otto Theater zu locken, sollten vor dem Eingang von einem Caterer Stände mit Getränken und Essen aufgebaut werden. So wollten die Veranstalter auf das Programm im Haus aufmerksam machen. Tenor: Es handelt sich nicht um eine geschlossene Veranstaltung.

Vernetzung ist weiter möglich. Allmählich wächst die Zahl der Kulturschaffenden, die auf der Internetseite der Stadt auftauchen. Unter dem Stichwort „Kulturadressen“ findet der Benutzer jede Menge Hinweise und Links auf die Künstler und Veranstalter in der Stadt. Die Liste ist unterteilt in Rubriken wie „Bildende Kunst“, „Digitale Medienkunst“, „Darstellende Kunst“ oder auch „Kulturvereine“. Der digitale Kulturalmanach soll helfen, die Informationen über Akteure der Freien Szene bekannter zu machen. Allerdings völlig ausgespart ist die Band und Singer-Songwriter-Szene der Stadt. Darauf fehlt jeglicher Hinweis. Die Stadt ist nur Dienstleister. Inhalt und Aktualität der Auftritte haben der Künstler oder der Verein alleine zu verantworten. Nur Künstler mit einem Internetauftritt können auf der Seite der Stadt entsprechend verlinkt werden. „Es soll die Vielfalt der Szene gezeigt werden“, sagt Claudia Gottschalk-Elsner.

25 Aussteller bei 38 Plätzen – die fehlenden 13 Teilnehmer hätte die Stadt noch gerne aus dem Umland in Radevormwald, Wermelskirchen und Hückeswagen angeworben.