Indoor-Spielplatz in Remscheid Kinderland auf der Allee eröffnet

Remscheid · Nachdem es sich immer wieder verschoben hat, öffnet nun das Kinderland auf der Unteren Alleestraße. Zwar lockt der Indoor-Spielplatz mit günstigen Preisen. Fertig eingerichtet ist aber noch nicht alles.

Im Remscheider Kinderland gibt es unter anderem eine hohe Rutsche und ein Bällebad.

Im Remscheider Kinderland gibt es unter anderem eine hohe Rutsche und ein Bällebad.

Foto: Elena Pintus

Das Remscheider Kinderland macht endlich auf. Nach vier Jahren Umbauzeit öffnete der Betreiber Leonhard Schönhals nun die Pforten des Spielzentrums für Kinder in der unteren Allee-Straße.

Die werbeträchtige zweistöckige Rutsche mit bunten Lichtern, die an ein Bällebad und Kletterparadies angeschlossen ist, können die Jüngsten seit Freitag bereits nutzen. Geöffnet ist das Kinderland täglich von 13 bis 19 Uhr, auch an Sonntagen. Wie viele Leute für den entsprechenden Service angestellt seien, wisse der Betreiber aber nicht. „Das weiß nur mein Partner“, sagte er bei der Eröffnung über Abdul Rahim Rasooly, der mit ihm die „Remscheider Kinderland UG“ betreibt.

Auch Trampoline, Sitzsäcke, Bobbycars und eine Snackbar im vorderen Bereich gibt es. Eltern können sich im Erdgeschoss in den Aufenthaltsbereich setzen, während ihre Kinder spielen. Beaufsichtigen müssen die Eltern ihre Kleinen laut Betreiber Schönhals selbst. Eintritt zahlen sie dennoch, allerdings nur drei Euro pro Erwachsener. Kinder zahlen sieben Euro. Dafür dürfen sich die Gäste allerdings auch den ganzen Tag lang in dem Indoor-Spielplatz austoben.

Später soll es auch noch einen Autoscooter auf der ersten Etage geben. Wann das sein wird, stehe aber noch nicht fest, sagt der Betreiber.

Bei der Eröffnung berichtete Schönhals, dass er mit dem Kinderland auch einen sozialen Ansatz verfolge. „Ich kann hier nicht viel Gewinn machen. Aber ich kann hier auch nicht viel Verlust machen.“ Der Grund dafür, dass er keine Verluste erwarte, seien die Mieteinnahmen. Die zahle die „Remscheider Kinderland UG“ als Mieterin an ihn als Vermieter des von ihm eigens dafür aufgekauften Hauses.

 Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sprach mit dem Betreiber Leo Schönhals.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sprach mit dem Betreiber Leo Schönhals.

Foto: Elena Pintus

Inwiefern die Mietzahlungen seines eigenen Unternehmens an ihn als Vermieter in der Rolle von „Babic und Schönhals“ – seinem Immobilienunternehmen – ihm zusätzliche Einnahmen bescheren, wurde am Tag der Eröffnung nicht abschließend geklärt. Schönhals bestand zumindest darauf, dass er sich die Miete nicht selbst zahle: „Die Kinderland UG und die Inhaberschaft des Hauses sind ja zwei völlig unterschiedliche Sachen, die miteinander nichts zu tun haben. Ich bin lediglich beteiligt bei beiden Firmen, habe damit aber persönlich ja gar nichts zu tun.“

Gekostet hätten der Hauskauf sowie der Umbau 600.000 Euro. Überhaupt erst auf die Idee gekommen, in den Räumlichkeiten einen Indoorspielplatz einzurichten, sei er aufgrund der hohen Decken im ersten Stock, so Schönhals: „Ich bin hier reingekommen und dachte mir: Hier könnte man etwas Zweistöckiges bauen wie eine hohe Rutsche.“ Früher habe sich in dem Gebäude eine Kampfsportschule und eine Diskothek befunden, im Erdgeschoss war lange die Restaurantkette „Nordsee“ angesiedelt.

Der Umbau habe das Team vor einige Herausforderungen gestellt, wie die Beteiligten sagten. Auch Unstimmigkeiten mit den Baubehörden hätten neben Corona dazu geführt, dass sich die Eröffnung immer weiter verschoben hatte. Vor allem das Brandschutzkonzept habe sich als Herausforderung dargestellt, berichtete Architektin Irmgard Heger. “Ideen zu haben, geht immer schnell, das Ganze umzusetzen, kann dann aber oft auch mal dauern.“ Das habe durchaus auch erfordert, dass man sich mit Vertretern des Bauamts in die Immobilie gestellt habe, um überlegen, wie man das Brandschutzkonzept am besten umsetze, erinnerte sich Heger.

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