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Remscheid: Kinder-Circus Casselly trotzt der Corona-Pandemie

Ferienprogramm in Remscheid : Kinder-Circus Casselly trotzt der Corona-Pandemie

Er ist seit 2004 eine feste Größe im Ferienprogramm: der Kinder-Circus Jonny Casselly. Und er wird auch das 17. Jahr in Folge seinen Weg in die Stadt finden – der Corona-Pandemie zum Trotz.

„Wir sind sehr froh, nach intensiven internen Diskussionen eine Möglichkeit gefunden zu haben, dass der Kinder-Circus unter Corona-Bedingungen in den Herbstferien stattfinden kann“, erklärte Egbert Willecke. Er leitet den Fachdienst Jugend.

Die Veranstalter Stadt, Schlawiner gGmbH und Stadtteil e.V. setzen auf ein Bezugsgruppensystem. In beiden Wochen der Herbstferien können jeweils maximal 66 Kinder mitmachen. Sie werden in sechs Gruppen aufgeteilt, die die Woche weitestgehend voneinander getrennt verbringen. Nur die Mitglieder einer Bezugsgruppe trainieren und essen gemeinsam. Dabei haben sie einen festen Raum in der Zeltstadt und gleichbleibende Betreuer. Wo die Kinder ihr „Wohnzimmer“ verlassen und nicht genügend Abstand zu anderen Kindern und Betreuern halten können, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Unser oberstes Gebot ist, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten“, betonte Til Rebelsky von der Kinder- und Jugendförderung.

Um das zu gewährleisten, sind auswärtige Besucher während der Casselly-Woche nicht erlaubt. Die Sponsoren-Gala und das Fußballturnier finden nicht statt. Auch bei der Gala-Vorstellung der Kinder sind abgesehen von ihren Mitstreitern keine Zuschauer zugelassen. Die Familien erhalten jedoch eine Möglichkeit, die Show per Live-Übertragung im Internet zu verfolgen.

Ute Friedrich-Zielas vom Stadtteil e.V. erklärte, wie wichtig es sei, dass der Kinder-Circus stattfinden kann: „Die Kinder brauchen solche Alternativen.“ Dem pflichtete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) bei: „Der Kinder-Circus Casselly ist in diesem Jahr noch wichtiger als in den Vorjahren.“ Das gelte zum einen mit Blick auf die jungen Teilnehmer. Zum anderen aber auch für Familie Casselly, die wie andere Schausteller ein „Katastrophenjahr“ erlebe.

Dementsprechend war Maria Casselly die Erleichterung anzumerken, dass das Angebot stattfinden kann. Nach Stationen in Bottrop und Wuppertal sei es erst das dritte Zirkusprojekt, das die Familie in diesem Jahr durchführen kann. „Unser Herzblut hängt daran“, sagte Casselly. Und betonte, wie heimisch sie sich inzwischen in Remscheid fühle.

Je 66 Plätze stehen vom 12. bis zum 17. sowie vom 19. bis zum 24. Oktober zur Verfügung. Der Teilnehmerbeitrag liegt für fünf Tage Programm von 9.30 bis 15 Uhr inklusive Mittagessen bei 90 Euro. Variante B fünf Tage von 8 bis 16 Uhr inklusive Frühstück und Mittagessen kostet 110 Euro. Eine Bezuschussung ist möglich.

Die Anmeldung ist noch bis einschließlich Donnerstag, 10. September, per E-Mail an die Jugendförderung möglich. Gibt es mehr Anmeldungen als Plätze, wird familienweise ausgelost. Ab dem darauffolgenden Montag bekommen die Teilnehmer Bescheid.

Weitere Infos zum Anmeldeverfahren gibt es auf der städtischen Homepage:
www.remscheid.de