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Remscheid: Keine Engpässe in der OGS-Ferienbetreuung

Sommer in Remscheid : Keine Engpässe in der OGS-Ferienbetreuung

Es wird keine Engpässe bei der Offenen Ganztagsbetreuung in den Ferien geben. Die Verwaltung verspricht: „Nach Rücksprache mit Trägern und OGS kann auch in diesem Sommer ein Ferienangebot im vertraglich beschriebenen zeitlichen Umfang angeboten werden.“ So steht es in der Antwort auf eine Nachfrage der CDU im Schulausschuss.

Den Kommunalpolitikern kündigte Arndt Liesenfeld (Fachdienstleiter Schule) bei der Sitzung in der Hauptschule Hackenberg an, dass Corona das OGS-Ferienangebot nicht ausbremse: „Die Betreuung wird ähnlich wie in 2019 angeboten werden. Die drei Wochen sind abgedeckt.“ Nach dem jetzigen Stand sei dies auch mit einem Hygienekonzept möglich. Mit einer Einschränkung: „Trägerübergreifende Gruppen wird es in Corona-Zeiten nicht geben.“

Die Christdemokraten hatten in ihrem Antrag angeführt, dass viele berufstätige Eltern in den vergangenen drei Monaten Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen mussten, um den Betreuungsengpass auszugleichen. Das führe nun dazu, dass sie in den Ferien mehr denn je auf eine verlässliche Betreuung in der OGS angewiesen seien. „Wenn die Betreuung nur in sehr reduziertem Maße stattfindet, bringt dies viele Berufstätige in Schwierigkeiten“, befürchtet die CDU. Auch Schuldezernent Thomas Neuhaus gestand: „Viele Eltern haben ihren Urlaub aufgebraucht, die Not ist da.“

Matthias Spaan, stellvertretender Geschäftsführer von „Die Verlässliche“, die einer von acht OGS-Trägern in Remscheid an 15 Schulen ist und im Regelbetrieb um die 1700 Kinder betreut, konnte diese Vermutung nicht bestätigen: „Die Nachfrage war nicht höher als sonst.“ Spaan räumte jedoch ein, dass sich bei den Zahlen zum Ferienbeginn etwas ändern könne. Außerdem würden Anfragen von Eltern gesammelt, die Bedarf außerhalb der Öffnungszeiten (im Kern von 8 bis 16 Uhr) haben. Es gibt 20 Härtefälle, 15 bei „Die Verlässliche“, von Eltern, die mehr Tage als die drei Wochen benötigen. Denen soll Rechnung getragen werden.

„Da sich die Ferienangebote an die in der OGS angemeldeten Kinder richten, werden sich bei der Ferienbetreuung neue Gruppenzusammensetzungen ergeben“, stellt die Verwaltung fest. Dazu gibt das Schulministerium vor: „Die Gruppen in der Ferienbetreuung sind konstant zu halten und zu dokumentieren, um Durchmischung und neue Infektionsketten zu vermeiden.“

Zusätzliche Perspektiven für die OGS ergeben sich durch ein Landesprogramm, das mit 75 Millionen Euro Ferienangebote anschiebt. Die Nachricht datiert vom 12. Juni. Die Förderrichtlinien liegen seit vergangenem Freitag vor. Fest steht, dass die Klassen 1 bis 8 an 15 hintereinander folgenden Werktagen angesprochen sind, die Gruppen bei 15 bis 20 Kindern liegen sollen, das Land 3315 Euro pro Gruppe zuschießt, 20 Prozent davon müsste die Stadt tragen. Jutta Velte (Grüne): „Ich verstehe nicht, wie zwei Wochen vor den Ferien Millionen in Aussicht gestellt werden können. Wie soll das funktionieren mit Personal und Gebäuden?“ Thomas Neuhaus pflichtete bei: „Es wird sportlich. Wir müssen sehen, was wir von dem Programm umsetzen können.“