Remscheid: Kein Stopp bei Revitalisierung der Innenstadt

Remscheider Innenstadt : Heinze sieht keinen Stopp bei Revitalisierung

Der Baudezernent sieht keine Verzögerungen beim Innenstadtumbau, wenn die Allee zum Sanierungsgebiet wird.

Bis auf ganz wenige Maßnahmen werden die Projekte des Revitalisierungskonzepts für die Innenstadt nach und nach umgesetzt. Die geplante Ausweisung der Alleestraße als Sanierungsgebiet stehe dem nicht im Wege. Das sagte Baudezernent Peter Heinze auf Nachfrage. Die Verwaltung werde sich an das halten, was der Rat beschlossen hat.

Heinze reagiert damit auf Bedenken von CDU-Fraktionschef Jens Nettekoven. Im Ausschuss für Stadtentwicklung in der vorigen Woche hatte er die Sorge geäußert, mit den Planungen für das Sanierungsgebiet würden die vereinbarten Projekte zur Verbesserung der Innenstadt bis auf weiteres gestoppt. Teile der Allee sollen als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Grund: Die Werkzeuge der Stadt, Immobilienbesitzer zu Investitionen auf der unteren Alleestraße zu bewegen, haben keine Wirkung gezeigt. Der Status „Sanierungsgebiet“ eröffnet der Stadt mehr Einfluss auf die Immobilienbesitzer.

Zu den Revitalisierungsmaßnahmen zählen der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes, die Gestaltung der Alten Bismarckstraße oder die Neuordnung der Fastenrathstraße. Auch am Beleuchtungskonzept wird gearbeitet. Nur bei der Mandt-Straße oder Wilhelm-Schuy-Straße will die Verwaltung noch einmal genauer draufschauen. Je nachdem, ob es künftig auf der unteren Allee Autoverkehr geben wird oder nicht, müsse die verkehrliche Situation dieser beiden Zufahrtsstraßen überdacht werden.

Auch SPD-Fraktionschef Sven Wolf hat keine Sorgen, dass das Revitalisierungskonzept durch den Auftrag des Rates, die Verwaltung mit Voruntersuchungen zu einem Sanierungsgebiet Alleestraße zu beauftragen, in Gänze ins Stocken gerät. Allenfalls könne es eine Änderung in der Reihenfolge geben, in der die 30 Einzelmaßnahmen angegangen werden. Es gebe viele Projekte, die unabhängig von der Allee realisiert werden könnten. Seine Fraktion habe in Gesprächen mit der Verwaltung klar gemacht, dass bald sichtbar werden soll, wie sich die Revitalisierung auswirkt. Es gehe um das Signal: „Es tut sich was.“

Wolf setzt hier vor allem auf den Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes, der auch was die finanzielle Dimension angeht das größte Einzelprojekt im Remscheider Paket ist. Andere Städte hätten ihren Innenstadtumbau auch mit dem Umbau des zentralen Omnibus-Bahnhofes begonnen und damit gute Erfahrungen gemacht. In Remscheid soll ein Teil der Fläche in einen Stadtplatz mit Aufenthaltsqualität umgewandelt werden.

Für den Sprecher der FDP-Ratsgruppe, Wolf Lüttinger, ist es logisch, dass keine Umbauten an den an die Allee angrenzenden Straßen begonnen werden, bevor nicht das Ergebnis der Untersuchungen zu einem Sanierungsgebiet vorliegt. Je nachdem, welche Empfehlungen am Ende des Prozesses stehen, würde möglicherweise Geld falsch investiert. Das müsse verhindert werden. Denkbar sei auch, dass der ein oder andere Punkt des vom Rat beschlossenen Revitalisierungsprogramms ganz herausfalle, dafür aber andere dazukommen. Dass die Stadt nach neuen Werkzeugen für die Umgestaltung der Allee suche, sei wichtig, betonte Lüttinger.

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