Remscheid: Jugendkunstschule „Rotation“ eröffnet in Lennep

Kunst in Remscheid : Jugendkunstschule „Rotation“ eröffnet in Lennep

Die Schule für Musik, Tanz und Theater in Lennep erweitert ihr Angebot.

In direkter Nachbarschaft, nur zwei Hausnummern weiter auf der Kölner Straße, eröffnet sie die „Rotation“. Der Themenschwerpunkt liegt auf der bildenden Kunst.

„Wir sind sehr, sehr froh, den Raum angeboten bekommen zu haben“, sagt Johannes Schmidt im Gespräch mit der BM. Gemeinsam mit seiner Frau Reintraut Schmidt-Wien machte er sich 1974 selbstständig, gründete die heute so bekannte Schule. „Wir hatten immer auch bildnerisches Gestalten im Angebot“, erzählt er weiter. Doch die Bedingungen in einem Raum versteckt hinter dem Rotationstheater ohne Tageslicht waren alles andere als ideal.

Mit dem rund 90 Quadratmeter großen Raum direkt neben dem ebenfalls von Familie Schmidt geführten Rotationscafé ändert sich das nun ab Oktober. Dadurch ergibt sich an der Kölner Straße ein durch die Familie initiierter künstlerischer Vierklang. Der Name „Rotation“ für die Jugendkunstschule ist sowohl eine Anspielung auf das Café und das Theater, als auch auf das abwechselnde und vielfältige Kursangebot. Am 22. September, zum Tag der darstellenden Kunst, wird die „Rotation“ ab 15 Uhr erstmals präsentiert. Auch die Dozenten werden an dem Tag da sein und Fragen beantworten. Für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren wird es einen „Malspielraum nach Arno Stern“ geben. Dozentin Maite Saenz von Ehren hat bei Stern selbst gelernt. Nicht nach Vorgaben, sondern frei mit verschiedenen Farben wird bei der Technik gearbeitet. Die vorhandenen Stellwände sollen teilweise auch mit Stoff überspannt als Arbeitsmaterial dienen. Frohmut Altfeld bietet Maskenbau nach Märchenfiguren an.

Im Jugend- und Erwachsenenbereich ist unter anderem Töm Klöwer aktiv. Bereits im Herbst bot er einen Cajon-Baukurs an. Der soll in der „Rotation“ mit mehr Teilnehmerplätzen wiederholt werden. Ganz neu dabei ist Erika Bemme mit der Kunst der Porzellanmalerei. Seit 1989 hat sie in der Lenneper Altstadt ihr Atelier, absolvierte eine fünfjährige Ausbildung in Meißen. Außergewöhnlich ist auch das Angebot von Marita Kuhn. Die Papierrestauratorin wird einen Kurs zur Buchbinderei anbieten. Johannes Schmidt sieht durch den Raum und die Angebote gute Synergieeffekte und freut sich auch zukünftig über neue Kooperationen. Denkbar seien weitere Veranstaltungen in der „Rotation“, etwa Lesungen, Vorträge zum Thema Musik und Kunst oder Ausstellungen mit Werken der Kurse. „Die Schaufenster sind ideal. Die Leute, die vorbeikommen, sehen, dass was passiert, Lebendigkeit und künstlerisches Tun herrscht“, sagt er. Anmeldungen für die Kurse, die im Oktober starten, sind ab September bei der Schule für Musik, Tanz und Theater möglich.

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