Remscheid: In Lennep sind wieder die Jecken los

Remscheid : In Lennep sind wieder die Jecken los

Um 14.11 Uhr beginnt am 4. März der Lenneper Rosenmontagszug an der Albrecht-Thaer-Straße. Er führt zum Bahnhof, wo das Festzelt steht. Ab Weiberfastnacht steigen dort die Partys der LKG. Für alle Feten sind noch Karten erhältlich.

Tausende Menschen werden am 4. März die Straßen in Lennep säumen – um zu schunkeln, zu singen und Kamelle zu sammeln. Die Vorbereitung des Rosenmontags ruft die Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) auf den Plan. Beim Vorsitzenden Gunther Brockmann laufen die Fäden für die Großveranstaltung zusammen, die unter dem Motto „Gutes bewahren, Neues wagen“ steht. Erfahrungsgemäß werden rund 20 Wagen und Fußgruppen teilnehmen. „Mit dabei sind ganz sicher die üblichen Verdächtigen, zum Beispiel die Stadtcowboys, die Fründe und die Blau-Weißen Jungs aus Bergisch Born“, sagt Brockmann, der bis zum 20. Februar Anmeldungen entgegennimmt.

Wer mit einem bunt geschmückten Traktor teilnehmen möchte, muss aber neben dem Frohsinn auch für die Sicherheit sorgen. An jedem Rad begleiten Helfer den Wagen. „Das ist schon seit Jahren Vorschrift“, erklärt Brockmann, der selber mit bis zu 25 Ordnungskräften im Einsatz ist. Sie positionieren sich an Engpässen, wie etwa an der Karstadt-Kreuzung, und stellen 60 Absperrgitter auf – vor allem auf der Kölner Straße, wo die Menschen dicht an dicht stehen. 20.000 Besucher seien in jedem Fall zu erwarten.

Um ihre Sicherheit werden sich im Schulterschluss auch diesmal Polizei und die Ordnungsbehörde der Stadt kümmern. „Basis wird das Konzept vom letzten Jahr sein. Es hat sich bewährt“, erklärt die zuständige Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. Nachdem es 2017 zu Tumulten im Hardtpark gekommen war, wurde die Grünanlage vom Technischen Hilfswerk 2018 in den Abendstunden ausgeleuchtet.

Mehr Licht und Präsenz der Polizei trugen dazu bei, dass es 2018 am Rande des Umzugs weitgehend friedlich blieb. Für Terrorschutz sorgen auch 2019 die Technischen Betriebe, die ihre Fahrzeuge an markanten Punkten der Lenneper Innenstadt platzieren, um dafür zu sorgen, dass kein Fahrzeug in die Menschenmenge rasen kann.

Um 14.11 Uhr beginnt der Zug an der Albrecht-Thaer-Straße und führt am Ende zum Lenneper Bahnhof, wo das Festzelt steht. Dort steigen ab Weiberfastnacht die Partys der LKG. „Noch gibt es für alle Feten Karten“, sagt Brockmann. Das gilt auch für die Weiberfastnachtsfete mit Mickie Krause am 28. Februar. Ab Montag, 25. Februar, müssen sich die Nutzer der Pendlerparkplätze auf Halteverbote einstellen. Denn zum zweiten Mal ist die Robert-Schumacher-Straße der Standort des Zeltes. Bereits im Zuge der Aufbauarbeiten kommt es zu Sperrungen. Bis Donnerstag, 7. März, müssen sich Autofahrer nach alternativen Parkplätzen umsehen.

Dafür bietet die LKG auch nach der Party an Weiberfastnacht ein großes Programm, bei dem sich das Sessionsmotto widerspiegelt. „Neues wagen“ heißt es am Freitag, 1. März, wenn erstmals im Festzelt eine Party stattfindet, die sich auch an Karnevalsmuffel richtet. Die Band „iXTRA-live“ bringt Rocksongs mit. Bewährt ist am Samstag, 2. März, die Gala „Lennep lacht“ mit der Band „Alpenstürmer“. Sonntag, 3. März, steht um 13.11 Uhr Karneval für Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Programm. Die Lebenshilfe-Band „Die Lennies“ macht Musik. Am Montag, 4. März, enden die tollen Tagen im Festzelt. Nach dem Umzug, ab 16.11 Uhr, will DJ Marcel Filodda den Fans einheizen – bei der After-Zoch-Party.