Remscheid: IGBB-Jubiläum bringt die Bergisch Borner zusammen

Fest in Bergisch Born : IGBB-Jubiläum bringt die Bergisch Borner zusammen

Die Interessengemeinschaft Bergisch Born feiert ihren 50. Geburtstag mit einem großen Fest. Alle Vereine und Institutionen mischen mit.

Groß oder klein feiern zum 50. Geburtstag? Das war die Frage bei der IG Bergisch Born. Hätten sich keine Mitstreiter außerhalb der Interessengemeinschaft gefunden, um sich zu beteiligen, wäre das Fest bescheiden ausgefallen. Doch mit viel Unterstützung aus dem Borner Umfeld wird nun am 15. und 16. Juni auf dem Kirchplatz ein Jubiläum stattfinden, das über das halbe Jahrhundert IG eine Signalwirkung besitzt. „Wir haben es geschafft, für unser Bergisch Born alle Vereine an einen Tisch zu bekommen“, sagt IGBB-Vorsitzende Melanie Monßen, die sich riesig freut.

Diesen Schulterschluss gab es im Dorf ewig nicht mehr. Die Karnevalisten der Blau-Weißen Jungs sind dabei, die jecken Vorstadt-Cowboys, die Siedlergemeinschaft Tefental, die dieses Jahr 60 Jahre alt wird, der SSV Bergisch Born, Tennis- und Breitensport Bergisch Born (TBBB), die Freiwillige Feuerwehr, die Waldorf-Schule, die beiden Kitas (Zaunkönig und die städtische), die Volksbank Oberberg und die evangelische Gemeinde, die ihr Gelände und ihre Räumlichkeiten zum Feiern zur Verfügung stellt.

Um 14 Uhr geht es auf der vom THW geliehenen 6 x 4 Meter großen Bühne auf dem Kirchplatz los. „Um die Zeit wünschen wir uns erstmals ein volles Haus“, sagt Melanie Monßen. Denn neben dem Fassanstich und der Ansprache von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz werden zehn Gründungsmitglieder geehrt, die bis heute treu dabei sind. Die IGBB-Veteranen erhalten ein besonderes Präsent: ein 80-seitiges Werk in Text und Bild über die Historie Bergisch Borns. Stadtarchivarin und IGBB-Vorstand Viola Meike hat es akribisch zusammengetragen. Verkauft wird es druckfrisch für neun Euro. Die 130 Vereinsmitglieder erhalten es umsonst. „Das ist ein Anreiz, der IGBB am Wochenende beizutreten“, könnte sich Melanie Monßen vorstellen. Die Eröffnung moderiert WDR-Redakteur Horst Kläuser. Er wird weitere Programmpunkte für den Samstag ankündigen können: die Rudolf-Steiner-Schüler, die im 100. Jahr der Waldorfpädagogik Theater aufführen (3. Klasse) und Eurythmie (11. Klasse), die Gymnastikgruppe der TBBB mit Stepptanz und Bingo, zu dem die Gastgeber einladen. Ein weiterer Höhepunkt wird um 17.30 Uhr die Diashow „Bilder aus dem alten Bergisch Born“ sein, arrangiert von Viola Meike. Um 19 Uhr drehen die DJs Pierre und Muckel auf. Das Ende ist offen.

Zahlungsmittel wird der blaue Chip, der „Borner“, sein. Der Wert beträgt 1,80 Euro. Am Sonntag beginnt der zweite Teil der Feierlichkeiten mit dem Gottesdienst (10.15 Uhr). Mit einer Personalie, die für eine volle Kirche sorgen dürfte. Denn die designierte neue Pfarrerin, Dr. Anke Mühling, soll Nachfolgerin von Pastor Reinhard Feyka werden. Ihre Probepredigt hat sie am 26. Mai gehalten, beim IGBB-Jubiläum möchte die Pfarrerin, die momentan in Stelle-Fliegenberg (an der Elbe bei Winsen / Luhe) beheimatet ist, ihre wahrscheinliche neue Gemeinde im Bergischen besser kennenlernen.

Sonntag gibt es traditionelle Erbsensuppe von der IGBB (11.30 Uhr), danach wandert der SGV beim Verdauungsspaziergang zum Steinernen Kreuz ans Nordufer der Eschbachtalsperre. Neben einem Auftritt des Hand-in-Hand-Chors, Bingo und einer Wiederholung der Diashow bittet Kantor Reiner Vallo Kinder zum Orgel-Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ (15 Uhr).

Angelehnt an die Krammetsvogel-Festtage, die letztmalig im Jahr 2012 stattfanden, endet das Jubiläum mit dem Blick nach oben. Zum Abschluss (16.30 Uhr) werden dann viele Luftballons in den Himmel steigen.

(Boll)
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