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Remscheid: Holthaus spendet 12.000 Masken für Schüler

Unternehmen aus Remscheid : Holthaus spendet 12.000 Masken für Schüler

Die Holthaus Medical GmbH & Co. KG überreichte am Freitag 12.000 Einmal-Masken an den Corona-Krisenstab der Stadt. Remscheider Schüler könnten im Notfall damit ausgestattet werden.

Das ist in den vergangenen Monaten wohl jedem schon einmal passiert: Die vorgeschriebene Mund-Nasen-Maske liegt zu Hause oder das Gummiband ist gerissen und die Maske hält nicht mehr. Für die 11.993 Schüler der weiterführenden Schulen in Remscheid gibt es dank einer großzügigen Spende nun Abhilfe während des gerade erst wieder angelaufenen Schulbetriebs.

Das Familienunternehmen Holthaus Medical GmbH & Co. KG überreichte am Freitag an der Hauptwache der Feuerwehr insgesamt 12.000 Einmal-Masken, die sogenannten OP-Masken, an Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan vom Corona-Krisenstab der Stadt. „Das ist eine große Hilfe“, sagte Neuhaus, Leiter des Krisenstabes, dankend. Zwar sei die Schülerschaft grundsätzlich selbst dafür zuständig, mit einer Maske ausgestattet zu sein, aber „die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte“, so Neuhaus.

Gerade bei sozial schwächeren Familien könne es vorkommen, dass das Kind keine Maske mitbringe. Auch Lehrerinnen und Lehrer müssen ihre Maske selbst mitbringen beziehungsweise sollten durch das Land NRW ausgestattet werden. Bereits im vergangenen Schuljahr hatte man die Schulen mit Masken für den Fall der Fälle ausgestattet. Deponiert sind sie im jeweiligen Sekretariat.

„Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Arndt Liesenfeld vom Schulverwaltungsamt. Wie lange genau die gespendeten Masken an den jeweiligen Schulen ausreichen, ist schwer zu sagen, da sie nur nach Bedarf ausgeteilt werden.

Durch den eigenen Auszubildenden, der nun wieder zur Berufsschule muss, sei man bei der Firma Medical Holthaus auf das Thema aufmerksam geworden, erklärt Vertriebsleiter Konstatin Holthaus. „Deshalb wollten wir gerne helfen“, betont er. Im Vergleich zum Frühjahr, wo man die Materialien für den Mund-Nasen-Schutz zum Teil über die teure Luftfracht habe einfliegen lassen müsse, habe sich die Situation auf dem Weltmarkt wieder entspannt, sagt Holthaus.

Aktuell seien Untersuchungshandschuhe Mangelware und werden preislich gehandelt wie Benzin, ergänzt er. Zum Teil habe man aus Asien zukaufen müssen, um die Nachfrage zu decken. Liefertermin: März 2021. Darüber muss sich der Krisenstab derzeit aber keine Gedanken machen. „Die Lager sind voll“, erwidert Eul-Jordan auf die Nachfrage zum Vorrat an Schutzkleidung.