Remscheid: Grundschüler planen Spielplatz 

Remscheid : Grundschüler planen Spielplatz 

Stadt stellt 120.000 Euro für Aufwertung des Spielplatzes Henkelshof bereit. Kinder entwickeln Ideen für Spielgeräte.

18 junge Spielplatzplaner haben Ideen für die Aufwertung der Spielfläche Henkelshof zusammengetragen. 120.000 Euro stehen im städtischen Haushalt für eine Instandsetzung der Fläche im Schatten des obersten der drei Hochhäuser am Henkelshof bereit. Es ist gute Tradition, dass das Jugendamt die Betroffenen beteiligt.

Für den Henkelshof in Lennep wurde die Grundschule Hackenberg gewonnen, deren Schülerparlament sich nun Gedanken über das Mobiliar machte. Zunächst hatten die 18 Erst- bis Viertklässler bei Regen den Spielplatz Henkelshof besichtigt, der zur Kategorie A zählt: geöffnet für alle Altersstufen. Unter den 123 in Remscheid zählt er zwar nicht zu den größten, besitzt aber aufgrund der Wohnbebauung drumherum einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt aufgrund des benachbarten Neubaugebietes auf dem ehemaligen Krankenhaus-Gelände hatte der Arbeitskreis Spielplätze sich Ende 2018 dafür ausgesprochen, am Henkelshof die knappen Mittel 2019 einzusetzen.

Erhaltenswert auf dem in die Jahre gekommenen Spielplatz sind nur der Drehteller und das Seilgerät. Die jungen Spielplatzplaner äußerten aber mit Modellen, die sie gebastelt hatten, viele Wünsche, die Daniela Kann aus der Kinder- und Jugendförderung im Fachdienst Jugend notierte. In der Favoritenliste oben stehen Trampoline. Die Ergebnisse, die in vier Kleingruppen zusammengetragen wurden, zeigten, dass beim Hüpfen doppelt besser hält. „Damit keine Warteschlangen beim Trampolinspringen entstehen.“ Die Grundschüler betonten, dass zwei Trampoline nicht schaden können.

Auch Kletterwand und Seilbahn sollten keinesfalls fehlen, Rutschen in mannigfaltiger Form tauchten in den Entwürfen auf. Die einen wollen Rutschen, die im Wasser enden, andere wiederum in einer Tunnelröhre. Wackeltreppe könnten sich einige vorstellen, Balancierrolle, Wippe, Nestschaukel und sogar eine Rennstrecke für Bobby-Cars. Ebenso notierte sich Daniela Kann Spiele- und Baumhaus als Wunsch.

Nun ist Nadine von der Burg gefragt. Die Landschaftsarchitektin bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) wird die Pläne erstellen und schauen, was sich auf dem 2900 Quadratmeter großen Areal realisieren lässt. Rund 40 Prozent der 120.000 Euro werden in die Anschaffung der Spielgeräte fließen. Aber bei den Investitionen muss auch an den Fallschutz gedacht werden sowie möglicherweise an die Anlage neuer Wege.

Wenn alles gut läuft, könnte der Entwurf der Architektin bis zur letzten Sitzung der Bezirksvertretung Lennep vor der Sommerpause am 29. Mai vorliegen. Gibt es politischen Segen für den rundumerneuerten Spielplatz, geht die Instandsetzung in die Ausschreibung.

Frühestens im Herbst wäre der Baubeginn möglich. „Spätestens bis Sommer 2020 sollte der Spielplatz fertiggestellt sein“, sagt Michael Ketterer, Abteilungsleiter im Jugendamt. Weil die finanziellen Mittel bei der Stadt knapp bemessen sind, musste für den Henkelshof über drei Jahre angespart werden.

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