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Remscheid: Grünes Licht für "Notfallfonds Kultur" mit 200.000 Euro

Kultur in Remscheid : Grünes Licht für „Notfallfonds Kultur“ mit 200.000 Euro

Gute Nachrichten gibt es für die freie Kulturszene in Remscheid. Die Stadt richtet einen mit 200.000 Euro gefüllten „Notfallfonds Kultur“ ein, der Kulturschaffenden, die durch die Covid-19-Pandemie in finanzielle Not geraten sind, helfen soll.

Die Summe setzt sich zusammen aus Mitteln des Theateretats, die nicht ausgegeben wurden, weil in der Zeit zwischen Mitte März bis Ende Juni keine Gastspiele stattgefunden haben. Der mit 117.050 Euro größere Anteil sind eingesparte Mittel für ausgefallene Konzerte der Bergischen Symphoniker. Da die Musiker wegen des Corona-Virus in Kurzarbeit sind, fielen diese Zahlungen geringer aus.

Die Idee, die Gelder für einen Hilfsfond zu nutzen, brachte der Kulturausschussvorsitzende Karl-Heinz Humpert (CDU) schon früh ins Gespräch. Im Juni beschloss der Ausschuss, dass die Verwaltung diesen Weg prüfen soll. Nun liegt eine Genehmigung aus Düsseldorf vor. Humpert sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, er hoffe, dass viele Remscheider Künstler Gebrauch von diesem Hilfsfonds machen.

Voraussetzung sei, dass die Antragsteller in die Künstlersozialkasse einzahlen. Geld beantragen könnten auch Brauchtumseinrichtungen wie die Lüttringhauser Heimatbühne oder Institutionen wie das Lenneper Rotationstheater. Auch Vereine wie „Echt Kremig“ oder die Handpuppenbühne Hasenberg könnten profitieren, sagt Christine Krupp, kulturpolitische Sprecherin der SPD.

Damit das Geld noch in diesem Jahr verteilt werden kann, ist ein Eilbeschluss nötig. Da der Rat dafür nicht mehr rechtzeitig einberufen werden kann, stimmt am Donnerstag der Haupt- und Finanzausschuss über den Notfallfonds ab.