Mona Neubauer rührte in Remscheid-Lennep die Werbetrommel Grüner Wahlkampf vor Grünen

Lennep · Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubauer konnte bei ihrem Wahlkampf-Auftritt auf dem Alten Markt in Lennep nur wenige Menschen mobilisieren.

 Grünen-Spitzenlandidatin Mona Neubaur war am Sonntag in Lennep zu Besuch.

Grünen-Spitzenlandidatin Mona Neubaur war am Sonntag in Lennep zu Besuch.

Foto: Jürgen Moll

Wahlkampfauftakt in der Röntgenstadt: Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubauer besuchte am Sonntag die Lenneper Altstadt, um die Werbetrommel für die kommende Landtagswahl am 15. Mai zu rühren. Viele Bürger lockte ihr Besuch aber nicht aus der warmen Stube.

Gerade einmal knapp 50 Menschen, darunter überwiegend Mitglieder der Remscheider Grünen, hatten sich auf dem Alten Markt versammelt, um die Spitzenkandidatin zu hören. Eine gute dreiviertel Stunde ließ die für 16 Uhr angekündigte Neubauer ihre Unterstützer allerdings warten, weil sie sich noch in den bergischen Wäldern bei Wipperfürth umsah, wie sie bei ihrer Ankunft in Lennep verriet: „Hier sind die Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich zu sehen.“

Was folgte, war ein 20-minütiger Monolog über all das, was in NRW bislang nicht gut läuft und was die Grünen als Regierungspartei gerne verändert wollen, allen voran natürlich die Klima- und Naturschutzthemen. Die nun deutlich gewordene Abhängigkeit von Energieimporten müsse NRW nutzen, um durch eine höhere Förderung von Solar- und Windkraftenergie unabhängig zu werden. Im Falle, dass Neubauer und ihre Partei mit Stimmkraft in der Regierungsbildung beteiligt sei, sagte sie, würde ihr erster Schritt sein, die Pauschale der Mindestabstandsregelung für Windkrafträder zu streichen. Außerdem wollen die Grünen im Landtag mit Altschuldenfonds dafür sorgen, dass hoch verschuldete Kommunen wie Remscheid entlastet werden und wieder Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. Sie lobte die Werkzeugstadt dafür, Heimat von Menschen aus vielen verschiedenen Nationen zu sein, die zusammenhalten. Vielfalt, betonte Neubauer, sei schließlich besser als Abgrenzung.

Fragen aus dem Publikum beantwortete Neubauer sehr ausführlich. Ob die Grünen sich gegen den Klimawandel engagieren würden, wollte ein Junge wissen. Neubauer erklärte daraufhin, an wie vielen Punkten nachgebessert werden müsste, um den Klimawandel zu stoppen. Angefangen bei der Landwirtschaft über die Förderung von erneuerbaren Energien bis hin zum kostenlosen Bus und Bahnverkehr, für den sich die Grünen in NRW einsetzen wollen. In puncto Kita- und Schulpolitik sprach sich Neubauer ebenfalls dafür aus, mehr Personal einzustellen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, den Job als Erzieher oder Lehrer attraktiver zu gestalten. Wie genau sie das allerdings bewerkstelligen will, diese Antwort blieb sie den Zuhörern schuldig.

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