Veranstaltungen in Remscheid Große Open-Air-Party steigt zum doppelten Schulgeburtstag am Hackenberg

Remscheid · Auf zusammen 120 Jahre bringen es die Grundschule Hackenberg und die Albert-Schweitzer Realschule. Das wird Ende Juni in Lennep mit einem gemeinsamen Fest gefeiert.

 Freuen sich auf die Party: (v.l.) Martin Doherr, Thorsten Schmalt, Jennifer Budek, Silvia Wolff Fernández, Sebastian Olschenka, Regina Schröder.

Freuen sich auf die Party: (v.l.) Martin Doherr, Thorsten Schmalt, Jennifer Budek, Silvia Wolff Fernández, Sebastian Olschenka, Regina Schröder.

Foto: Jürgen Moll

Sie liegen nur einen beherzten Steinwurf voneinander entfernt und harmonieren seit Jahren bestens. Nun stecken die Grundschule Hackenberg und die auf der anderen Seite der Hackenberger Straße liegende Albert-Schweitzer-Realschule mitten in den Vorbereitungen für eine große Geburtstags-Party. Am Samstag, 28. Juni, findet auf dem Schulhof vor der Realschule eine Open Air-Veranstaltung mit der kölschen Mundart-Band „Die Paveier“ als Zugpferd statt. Auch die aus Lennep stammende Musical-Sängerin Jennifer Budek tritt auf. Zum Teil wird sie dabei unterstützt von Schülern der Realschule, mit denen sie gemeinsam ein in einer Projektwoche einstudiertes kölsches Lied präsentieren wird. Quasi aus der Eigenproduktion kommen auch andere Teile des Programms. Bei der Band Cell 11 spielt der Rektor der Realschule, Markus Kleinschmidt, die Gitarre.

Voll eingespannt sind bei den Vorbereitungen die beiden Schulvereine. Sebastian Olschenka hat für die Realschule mittlerweile einen kleinen Aktenordner mit der Korrespondenz unter anderem mit der Stadtverwaltung gefüllt. Es braucht einiges an Genehmigungen für eine solch große Party. Olschenka ist lebendes Beispiel für das enge Band zwischen den beiden Schulen am Hackenberg. Das Amt des Schulvereinsvorsitzenden übte er zunächst an der Grundschule, später dann an der Realschule aus, als seine Kinder dorthin wechselten.

Mit der Party, die um 18 Uhr beginnt und um 24 Uhr offiziell enden soll, beleben die beiden Schulen eine Tradition, die an der Grundschule geboren wurde. Die Tanzfeste dort seien legendär gewesen, berichtet Schulleiterin Regina Schröder. Die Hackenberger feiern eben gerne. Weil viele Kinder aus der unmittelbaren Umgebung kommen und nach ihrer Grundschulzeit oft auf die gegenüber liegende Realschule wechseln, haben es die meisten Eltern nicht weit zur Party, erklären die Veranstalter. Die gute Busanbindung, über welche die beiden Schulen durch das gleich nebenan liegende Sportzentrum Hackenberg mitsamt dem Spaßbad H2O verfügen, erlaube auch Nicht-Lennepern eine Anreise ohne Auto. Und noch ein Argument haben die Veranstalter für einen Besuch auf ihrer Open-Air-Party: Am 28. Juni steht bei der Fußball-Europa-Meisterschaft sicher keine Partie mit deutscher Beteiligung auf dem Spielplan.

Zusammen bringen es die beiden Schulen auf 120 Lebensjahre. Die Realschule wurde 1954 gegründet, war zunächst im Lenneper Kreishaus untergebracht und zog 1974 in den Neubau am Hackenberg. In einem Fußmarsch begaben sich Schüler und Lehrer damals von der Kölner Straße zum Hackenberg. Der Neubau sei schon zu diesem Zeitpunkt zu klein gewesen, berichtete Schulleiter Thorsten Schmalt in einem Pressegespräch. Die Realschule musste nach und nach erweitert werden, hat aktuell 712 Schüler. Und sie wächst weiter. Erstmals habe man für das kommende Schuljahr Schüler abweisen müssen. Platz für eine Erweiterung sei auf dem Grundstück noch vorhanden, so Schmalt. Aus Kostengründen sei vor Jahren auf den Bau eines vierten Gebäudeflügels in der oberen Etage verzichtet worden, berichtet Schmalt. Dieser Schritt könne nun nachgeholt werden. Wir brauchen dringend vier Klassenräume“, sagt Schmalt.

 Die Paveier bei einem Open-Air-Auftritt in Straelen.

Die Paveier bei einem Open-Air-Auftritt in Straelen.

Foto: Norbert Prümen

Den Druck wachsender Schülerzahlen spürt auch die zum 1974 gestartete Grundschule, berichtet Rektorin Regina Schröder. Ihre Schule muss zum neuen Schuljahr eine sogenannte Mehrklasse bilden, um der hohen Anmeldezahl gerecht zu werden. Dafür muss ein Fachraum aufgegeben werden. Als Familiengrundschulzentrum mit vielen Angeboten auch für die Eltern ist die Schule zwar einen flexiblen Umgang gewöhnt, weil auch viele externe Partner vormittags und nachmittags die Räume nutzen, doch langsam wird es eng. Erschwert wird der Prozess durch fehlendes Personal. Grundschul-Lehrer sind gerade heiß begehrt.

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