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Remscheid: Grill-Erlebniswelt "Grillardor" steht in den Startlöchern

Eröffnung in Remscheid : Grill-Erlebniswelt steht in den Startlöchern

Nach mehr als zwei Jahren Planung und Bau eröffnet am 12. Juni die heiß erwartete Grill-Erlebniswelt „Grillardor“ direkt an der A 1. Es ist ohne Zweifel eines der ehrgeizigsten Handels- und Dienstleistungsprojekte, die das Bergische Land derzeit zu bieten hat.

Am Freitag, 12. Juni, soll die Grill-Erlebniswelt „Grillardor“ direkt an der A 1 in Remscheid-Lennep eröffnen. Mit Fachmarkt, Gastronomie, Grill-Akademie und Event-Fläche auf zusammen 2000 Quadratmetern.

„Seit einer Woche bauen wir ununterbrochen Grills auf“, berichtet Verkaufsleiter Sebastian Sohnius von den letzten Arbeiten, bevor es losgeht. Allein 75 Geräte der Marke Weber sollen in dem rund 800 Quadratmeter großen Fachhandelsbereich ausgestellt werden. Dazu ergänzende Produkte anderer Hersteller, zum Beispiel Feuerschalengrills, jede Menge Zubehör, aber auch Lebensmittel, Getränke und Gewürze. Sogar einen kleinen Weber-Fanshop wird es geben.

Der amerikanische Grill-Hersteller gehört zu den wichtigsten Partnern des Projekts. Einmal eröffnet, wird „Grillardor“ den größten Weber-Original-Store in Europa beherbergen. „Viele fragen, warum wir dafür gerade Remscheid gewählt haben und nicht Düsseldorf-Mitte“, sagt Marcel Hainer von der deutschen Weber-Niederlassung. Doch die Lage sei nahezu ideal.

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„Wir wollen den Kunden den Einkauf so einfach wie möglich machen – und das ist hier gegeben.“ Dank der Autobahn vor der Tür sei der Ort schnell erreichbar, dazu gebe es ausreichend Parkplätze. „Wir gehen davon aus, dass die Leute bis zu einer Stunde Fahrt in Kauf nehmen“, sagt Hainer. Demnach wohnen im Einzugsgebiet einige Millionen potenzieller Kunden.

Doch Geschäftsführer Frederik Kappenstein setzt nicht allein auf Weber, vermutlich der bekannteste Name der Branche, sondern möchte auch eigene Akzente setzen. Zum Beispiel mit Lebensmitteln von Fleisch über Gemüse bis Bier. Zum Teil von regionalen Lieferanten wie der Landmetzgerei Lattner aus Wermelskirchen und dem Remscheider Bräu. Zum Teil mit außergewöhnlichen Spezialitäten wie Fleisch aus dem Baskenland.

Zudem wird es eine eigene Werkstatt geben. „Reparaturen können wir direkt vor Ort durchführen“, sagt Sebastian Sohnius. Und dank eines speziellen Laser-Werkzeuges könne man dort auch Produkte mit Namen oder Logo gravieren lassen – von der Grillzange bis zum Deckel eines Gasgrills. Auf der anderen Seite des Gebäudes, getrennt durch eine Piazza genannte 300 Quadratmeter große Freifläche, die für Events und Schulungen genutzt werden kann, befinden sich eine Grillakademie und der Gastronomiebereich. Hier soll es den ganzen Tag über Gegrilltes geben. Und damit auch viele Grills in Aktion. „Das ist natürlich unser großer Vorteil“, sagt Sohnius. „Wenn ein Kunde einen bestimmten Grill im Betrieb sehen will, gehen wir schnell rüber und schmeißen den an.“ Das würden selbst die meisten Fachhändler nicht bieten. „Und das Internet schon gar nicht“, betont Sohnius.

Der Bau des „Grillardor“-Gebäudes hatte Anfang November begonnen. „Wir hatten zwischendurch eine kurze Verzögerung“, berichtet Geschäftsführer Kappenstein. Doch das Remscheider Bauunternehmen Dohrmann als Generalunternehmer und die beteiligten Handwerker hätten die vereinbarten Termine trotzdem eingehalten. „Das haben die alles wieder rausgeholt.“

Ganz anders als geplant wird hingegen die Eröffnung am 12. Juni aussehen. „Das haben wir uns sicherlich anders vorgestellt“, sagt Sebastian Sohnius – und berichtet von Plänen mit verschiedenen Grillstationen, an denen die Besucher hätten probieren können. Das muss nun wegen der aktuellen Corona-Pandemie ausfallen. „Wir machen morgens um 9 Uhr die Tür auf und lassen die Leute rein“, beschreibt er das Alternativprogramm.

Dass es trotzdem nicht an Kundeninteresse mangeln wird, ist bereits abzusehen. Zur Eröffnung gebe es einige Angebote, berichtet Verkaufsleiter Sebastian Sohnius. Und obwohl man noch gar nicht eröffnet habe, hätten viele bereits davon erfahren – und schon mal bestellt. Palettenweise Grills, aber auch etwas für das Rost: „Von dem Fleisch aus dem Baskenland sind jetzt schon über 30 Kilogramm vorbestellt“, sagt Sohnius.