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Remscheid: Gesundheit wird viel Platz eingeräumt

VHS-Programm in Remscheid : Gesundheit wird viel Platz eingeräumt

Die Volkshochschule (VHS) hat für das Herbstprogramm 284 Angebote geschaffen. Sie finden sowohl als Präsenz- wie auch als Online-Kurse statt. Es gibt eine Kooperation mit der Musik- und Kunstschule.

Der Corona-Lockdown und die temporäre Schließung hat auch die Volkshochschule (VHS) Remscheid im Frühjahr vor Herausforderungen gestellt. Mit Optimismus will die Bildungseinrichtung nun in das zweite Semester 2020 starten. Insgesamt konnten 284 Kursangebote für das Herbstprogramm auf die Beine gestellt werden. Damit habe man zu 95 Prozent ein ähnlich großes Angebot wie sonst üblich schaffen können, zeigt sich Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, erfreut.

Anders, als in den Vorjahren, nimmt dieses Mal der Anteil an Online-Kursen einen größeren Stellenwert ein. Bereits im Sommerprogramm habe man gute Erfahrungen mit den Online-Angeboten gemacht, merkt sie an. Zwar sind es bisher lediglich durchschnittlich vier Teilnehmende pro Digitalkurs, aber das Feedback sei sehr positiv und ein Trend zu erkennen.

Nach wie vor gehört das klassische Präsenzseminar jedoch zum VHS-Grundsatz. Angst oder Scheu aufgrund von Corona müsse keiner der Interessenten haben, betont die Leiterin. Das umfassende Hygiene- und Schutzkonzept sei anstandslos von den Behörden abgezeichnet worden. Zudem wird bei den Kursen Wert daraufgelegt, dass durch Reduzierung der Personenanzahl jeder Teilnehmende gut zehn Quadratmeter für sich zur Verfügung hat.

Neben bewährten und nachgefragten Angeboten im Fremdsprachenbereich wartet das Herbstprogramm auch mit Neuerungen auf. Dazu zählt die Kooperation mit der Musik- und Kunstschule im Bereich „Kulturelle Bildung“. Die Kurse sind auf keine bestimmte Altersgruppe festgelegt und stehen allen offen, erklärt Grüdl-Jakobs. Ohne Notenkenntnisse selbst ein Instrument spielen, kann man etwa im Kleingruppenkurs „Veeh-Harfe“. Aus alten Dingen kreativ Neues machen ist das Thema von „Upcycling“. Künstler Julian Westermann hilft den Teilnehmern, aus alten Rücksäcken oder Taschen Kleidungsstücke zu entwerfen. Funktionalität und Kunstobjekt gehen hier fließend ineinander, erklärt er. Den Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ein stärkerer Fokus soll auf dem Bereich Gesundheit und Entspannung liegen. „Gerade in der heutigen Gesellschaft und in der aktuellen Situation ist Entspannung immer wichtiger“, sagt Qigong-Lehrerin Andrea Knorr. „Qigong bei Krebs“ und „Qigong am Arbeitsplatz“ heißen zwei ihrer Kurse, die überwiegend als Präsenzkurs geplant sind. Sollte Interesse bestehen, könne man jederzeit auf einen Online-Kurs umstellen, betont sie.

Erstmals wurden in diesem Semester auch Angebote für Erwachsene mit Kindern geschaffen, merkt Grüdl-Jakobs an. „Oft fehlt Eltern und Kindern die gemeinsame Zeit im stressigen Alltag.“ Beim gemeinsamen Qigong oder Phantasiereisen können sie diese Zeit gemeinsam nutzen und Vertrauen aufbauen.

Bereits am 12. August starten die Integrationskurse an der VHS wieder. Erstmals wird „Deutsch als Fremdsprache CI“ als Mischkurs von Präsenz- und Onlineunterricht angeboten. „Ich bin gespannt, wie das angenommen wird“, sagt Martina Pansold, stellvertretende VHS-Leiterin sowie verantwortlich für den Integrations- und Sprachförderbereich. Sie sei froh, dass diese Kurse endlich wieder losgehen können, nachdem lange Zeit die Freigabe für das Angebot vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausstand.