Remscheid: Fortschritte beim Neubau des BZI

Remscheid : Fortschritte beim Neubau des BZI

Auf der Fläche neben dem Berufsbildungszentrum entsteht bis Ende 2020 der Neubau der Ausbildungswerkstätten für die Bereiche Metall-, Elektro- und Steuerungstechnik. Die Investitionskosten liegen bei 15,6 Millionen Euro.

Kaum ist der erste Neubau für das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) vor vier Wochen beim Tag der offenen Tür eingeweiht worden, gehen die Bauarbeiten an der Wüstenhagener Straße für den nächsten Neubau zügig weiter. Gleich neben dem bisherigen Hauptgebäude. Von der seit Jahren leerstehenden Werkzeugfabrik Artur Dürholt ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Auf dieser Fläche entsteht bis Ende 2020 der Neubau der Ausbildungswerkstätten für die Bereiche Metall-, Elektro- und Steuerungstechnik. Das Projekt mit einem Volumen von 15,6 Millionen Euro ist für das BZI von großer Bedeutung. Mit einer Auslastung von 125 Prozent im Jahr 2017 ist das BZI als Ausbildungsort für technische Fachkräfte gefragter denn je. Zwischenzeitlich musste in angemieteten Containern unterrichtet werden. Ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden sollte.

Alleine aus eigener Kraft kann das BZI die Investition nicht stemmen. Zwei Schecks in Höhe von gut zehn Millionen Euro hat zu Beginn des Jahres Thomas Rachel, Staatssekretär im Bildungsministerium, an Michael Hagemann, Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums des BZI, übergeben. Mit diesem Geld finanziert Hagemann den Neubau des Bildungszentrums und weitere Investitionen in moderne Technik in den Lehrwerkstätten.

Der Neubau wird aber nicht nur mehr Werkstattplätze und Plätze für die Unterweisung schaffen, er bietet mit 5500 Quadratmetern Fläche auch deutlich mehr Platz für moderne Anlagen als es in den aktuellen Werkstätten (2775 Quadratmeter) der Fall ist. Diese Gebäude stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren.

Im Frühjahr 2020 soll nach bisherigen Planungen der Umzug stattfinden. Anschließend werden die alten Werkstatthallen abgerissen. Auf dieser Fläche entstehen Parkplätze für etwa 130 Autos. In gewisser Weise auf historischem Gelände.

Über mehrere Jahrzehnte haben die Arbeiter der Firma Dürholt auf dem nun planierten Gelände Gesenke für Achsen, Zangen und viele andere Werkzeuge hergestellt. Die abgerissene Werkzeugfabrik gab Zeugnis ab für eine Handwerkskunst im metallverarbeitenden Gewerbe, die vom technischen Fortschritt inzwischen ausradiert wurde.

Seit 20 Jahren, so heißt es, lag die Produktion bereits still. Jedenfalls im Großen und Ganzen. Einige Maschinen hat sich die Stadt für das Deutsche Werkzeugmuseum gesichert und ins Depot nach Dahlerau gebracht. Das Besondere an diesen Maschinen ist, dass sie niemals kaputt gehen. Sie bräuchten meist nur ein bisschen Öl – und schon rattern und knarzen sie wieder. Vielleicht auch irgendwann im Museum in Hasten.

Die Bauarbeiten sorgen übrigens auch für eine neue Verkehrsführung in diesem Bereich. Die Wüstenhagener Straße ab der Kreuzung Hinter dem Anger bis zur Kreuzung Am Anger ist nämlich zur Einbahnstraße geworden. Bis zur Fertigstellung der Bauarbeiten ist eine Einfahrt in die Wüstenhagener Straße nur aus Richtung Auf dem Langenfeld möglich.

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