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Remscheid: Feuerwehr und THW im Einsatz für die Natur

Im Einsatz für die Natur : Feuerwehr und THW wässern Bäume

Ihren Dienst an Mensch und Umwelt leisteten am Wochenende ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nord, Lennep und Lüttringhausen sowie ein Team des Technischen Hilfswerks (THW). Mit „schwerem Geschütz“ rückten sie aus, um an ausgewählten Stellen das von der Hitze gezeichnete Stadtgrün zu bewässern.

Mit vereinten Kräften halten Julian Hermanski (15), die 16-jährigen Jan Röber und Dominique Rose sowie Lukas Herrmann (17) die dicken Schläuche, aus denen das frische Wasser mit viel Druck herausströmt. Für gewöhnlich übt das Quartett der Jugendfeuerwehr der Einheit Nord in Haddenbach den Wasserangriff an Spritzhäuschen oder Wänden. Diesmal ist der Park am Lüttringhausener Rathaus ihr Übungsplatz. Die anhaltende Trockenperiode und die fürs Bergische eher ungewöhnlich hohen Temperaturen haben aus der Grünanlage mit den hochgewachsenen Linden eine Herbstlandschaft gezaubert: Trockenes und gelblich verfärbtes Laub säumt die Wege. Die Bäume brauchen dringend Wasser, die Jungs der Jugendfeuerwehr sorgen mit ihrem Know-how und den Gerätschaften für die nötige Erfrischung.

„Das ist mal was anderes und keine sinnlose Wasserverschwendung“, sagt Rosa. Am Vorabend hatten die Jugendlichen vom Einsatz erfahren und sich gleich bereit erklärt, mitzuhelfen. „Es war eine knappe Entscheidung zwischen dem Freibad und dem Einsatz“, meint Röber. Ein eher ungewöhnlicher Einsatz, das empfindet auch Patrick Brüseke (38), Aktiver der Einheit Nord. „Der aber zu unseren Aufgaben gehört, denn damit minimieren wir das Risiko eines Flächenbrandes.“ Derzeit herrscht im Stadtgebiet die zweithöchste Waldbrandgefahr.

Auf Anfrage des Grünflächenamtes hatte sich die Berufsfeuerwehr bereit erklärt, über ihre Freiwilligen Einheiten Amtshilfe zu leisten, erklärte der hauptamtliche Feuerwehrmann und Koordinator Sascha Ploch. „Wir haben nur den Auftrag für die drei Orte bis Montag erhalten.“ Doch wenn das Wetter trocken bleibe, sei ein Folgeauftrag nicht ausgeschlossen.

Jugendwart Daniel Kwiaton (42) hatte keine Schwierigkeiten, Freiwillige zu gewinnen. „Wir hatten sogar zu viele.“ Mit zwei Löschfahrzeugen, dem TLF 3000 (Fassungsvermögen 2400 Liter) und dem LF 20 (rund 1000 Liter), die mehrmals an Hydranten aufgefüllt wurden, waren zehn Einsatzkräfte der Einheit Nord ausgerückt, um den Park um das Lüttringhausener Rathaus und die Gertenbachstraße zu bewässern. „Wir haben die Vorgabe, jeden Baum mit 100 Litern zu gießen“, erklärte Kwiaton. Über drei Tage lang sollte die Aktion wiederholt werden.

Am Sonntag war die Einheit aus Lüttringhausen im Einsatz. Im Lennper Hardtpark waren drei Kräfte der örtlichen Einheit im Dienst. Den Park am Quimperplatz übernahm das THW.

(seg)