Remscheid: Fahrplan für den Durchstich Intzestraße

Straßenverkehr in Remscheid : Fahrplan für den Durchstich Intzestraße

Die Planung für den Durchstich ist ausgeschrieben. Baustart für die Verbindung könnte 2021/2022 sein.

Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Südbezirk wird in zwei bis drei Jahren völlig anders aussehen: Der Bereich rund um die Intzebrücke wird neu gestaltet. Weil das marode Bauwerk nicht mehr tragfähig genug für das hohe Verkehrsaufkommen ist, hat die Stadt eine Alternativroute entworfen – die muss allerdings erst noch gebaut werden. Unter dem Oberbegriff „Durchstich Intzestraße“ soll parallel zur Bahnlinie eine Verlängerung der Intzestraße bis zur Lenneper Straße geschaffen werden. Dafür müssen jedoch zwei Häuser weichen. Im Folgenden stellen wir den Fahrplan für das Projekt vor.

Wie ist der aktuelle Stand? Baudezernent Peter Heinze freut sich, verkünden zu können: „Es geht los.“ Nachdem die Stadt bereits das Schlüsselgrundstück an der Baisieper Straße erworben hat, auf dem eins der beiden abzureißenden Häuser steht, hat die Verwaltung die Planung für das Riesen-Projekt nun ausgeschrieben. „Wir möchten die Planung gern dieses Jahr noch vergeben, damit wir 2020 Förderanträge stellen können“, sagt Heinze. Baustart für die 200 Meter lange Verbindung könnte Heinze zufolge dann 2021 oder 2022 sein.

Welche Vorteile bringt der Durchstich? „Bislang müssen Autofahrer eine Schleife über die Intzebrücke fahren. Zukünftig gibt es dann eine direkte Verbindung von der Lenneper zur Baisieper Straße“, erklärt Heinze. Der zentrale Verkehrsknotenpunkt rund um die Intzebrücke stelle zudem eine wichtige Verbindung von und nach Wermelskirchen dar. Denn die Intzestraße führt hinab bis ins Eschbachtal. Der Durchstich verändere die komplette Verkehrsbeziehung. „Die Brücke wird künftig nur noch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein – dadurch entzerren wir auch diesen Verkehrsaspekt in diesem Bereich.“ Auch das Thema eines Kreisverkehrs könnte im Zuge des Umbaus aufkommen, schätzt der Baudezernent. Zudem würden sich mit Sicherheit Folgeprojekte an den Durchstich anschließen. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Süd hätte dafür schon Ideen. Sie möchte, dass der Intzeplatz nach dem geplanten Durchstich aufgewertet wird. In der Bezirksvertretungssitzung am 28. August will die Union Vorschläge zu einer möglichen Aufwertung machen – Ruhezonen, Bänke, Hecken und Blumen sind im Gespräch. Dafür will die CDU Ideen von Bürgern im Südbezirk sammeln. Das alles soll die Basis bilden für ein Konzept, das die Stadt laut dem Antrag der CDU erstellen soll.

Was kostet das Bauprojekt? 4,5 Millionen Euro, wobei eventuelle Fördermittel noch nicht berücksichtigt sind. Das sei aber nur eine grobe Kostenschätzung.

Ist bei der maroden Brücke Gefahr in Verzug? Nein, sagt Heinze. Die Brücke über die Bahnschienen sei alt, aber nicht einsturzgefährdet. „Die TBR kontrollieren sie regelmäßig.“ 2020 steht die nächste Hauptuntersuchung an. Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) appellierte bereits in der Vergangenheit im Namen der BV an die Verwaltung, die nötigen Verfahren möglichst zu beschleunigen, um den Durchstich alsbald zu realisieren.

Mehr von RP ONLINE