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JVA Remscheid Erstes Gefängnis in NRW betreibt Kaffeerösterei

Remscheid · Bisher wurden in den Werkstätten der JVA Remscheid von den Häftlingen Weinkisten oder hölzerne Weihnachtsbäume gezimmert. Jetzt rösten sie auch Kaffee.

 Packungen des Kaffees „Knastbohne“ stehen in einem Raum der Justizvollzugsanstalt (JVA) Remscheid (Symbolbild). Seit Anfang Mai wird im Gefängnis Kaffee produziert.

Packungen des Kaffees „Knastbohne“ stehen in einem Raum der Justizvollzugsanstalt (JVA) Remscheid (Symbolbild). Seit Anfang Mai wird im Gefängnis Kaffee produziert.

Foto: dpa/Oliver Auster

Die JVA Remscheid hat als erstes Gefängnis in NRW eine Kaffeerösterei in Betrieb genommen. Bis zu acht Gefangene sortieren, rösten und verpacken das Produkt mit dem Namen „Knastbohne“. Laut JVA hat man alleine in die beiden Röstmaschinen je 40.000 Euro investiert.

Zwei Jahre Vorlauf habe das Projekt gebraucht, so Betriebsleiter Daniel von Lonski: Von der ersten Anfrage des Justizministeriums, ob das Gefängnis Lust auf das Kaffeerösten hätte bis zur ersten Abfüllung der „Knastbohne“. Auf dem Etikett der schwarzen Verpackung steht der vielsagende Werbespruch „Mit Sicherheit aus der JVA Remscheid“. Es gibt die Sorten „Filterkaffee“, „Vollautomat“ und „Espresso“.

Seit Anfang Mai wurden laut JVA bereits 300 Kilo Kaffee von den Gefangenen produziert. Er wird zunächst justizintern angeboten: Anderen Gefängnissen, Gerichten oder Staatsanwaltschaften. Zum traditionellen Weihnachtsbasar der JVA sollen die Kaffeebohnen dann erstmals auch „normalen“ Kunden verkauft werden.

Anstaltsleiter Andreas Schüller sagte, er sei „megastolz“ auf das Projekt und das Team dahinter: „Das zeigt, was der Vollzug alles kann.“

(esch/dpa)
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