Remscheid: Ermittlungen zu Porno-Montagen führen zu Eisverkäufer

Porno-Bildmontagen von Remscheider Frauen : Ermittler durchsuchen Wohnung des Eisverkäufers

Bei ihren Ermittlungen zu Nacktfoto-Montagen im Internet hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen zwei Verdächtige im Visier. Der Tatzeitraum reicht offenbar weit zurück.

Bei der Wohnungsdurchsuchung eines Eisverkäufers fanden Beamte belastende Datenträger, wie die Wuppertaler Polizei am Freitag mitteilte. Der 59-Jährige soll jedoch nicht der Haupttäter sein.

Drahtzieher der pornografischen Montagen und der Veröffentlichung im Internet sei offenbar ein 63-Jähriger, der im Ausland lebt, hieß es. Dafür spreche auch die Auswertung der Daten.

Dutzende Frauen aus Remscheid hatten in den vergangenen Tagen im Internet pornografische Fotos entdeckt, auf die ihre Gesichter montiert waren. Mehr als 90 Frauen erstatteten bis Freitag Anzeige. Das jüngste Opfer soll 14 Jahre alt gewesen sein.

Die Fotos waren laut Polizei zum Teil aus sozialen Netzwerken genommen worden, einige wurden jedoch offenbar aus einem Eiswagen heraus gemacht. Mehrere Frauen hatten auf den verdächtigen Verkäufer hingewiesen. Der Eiswagen sei mittlerweile abgemeldet und verschrottet, hieß es.

Der Tatzeitraum reicht offenbar weit zurück. Die meisten der Bilder sind auf März 2015 datiert. Die betroffenen Frauen zeigten sich entsetzt, viele kennen sich aus Remscheid. Ihre Bilder waren offenbar aus dem Foto-Portal Instagram oder von Facebook heruntergeladen worden und waren am vergangenen Wochenende im sozialen Netzwerk "Tumblr" entdeckt worden.

(dpa/hsr)
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