Remscheid: Erhöhte CO-Werte in Shisha-Bars

Remscheider Innenstadt : Erhöhte CO-Werte in Shisha-Bars

Im Zuge der Kontrolle von zwei Shisha-Bars in Remscheid am Freitagabend haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes auch erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen (CO) in der Luft festgestellt.

Das erklärte Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann auf Nachfrage. Das geruchlose Gas entsteht beim Verbrennen der Dampfsteine, mit dem der Rauch beim Rauchen der Wasserpfeife erzeugt wird. Bei erhöhter Konzentration im Raum kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden kommen.

Das Ordnungsamt war bei den gemeinsamen Kontrollen mit Polizei und Zoll mit zehn Mitarbeitern in zwei Lokalitäten an der Blumenstraße beteiligt gewesen. Hinzu kamen am Freitagabend noch zwei Lebensmittelkontrolleure. Anlass für die Kontrollen war der Verdacht auf Steuervergehen der Gaststätten. Wie berichtet, beschlagnahmten die Einsatzkräfte 70 Dosen Tabak und fünf Kilo selbst gemischte Rauchstoffe. 45 Personen wurden überprüft.

Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann hatte bereits vor gut einem Jahr im Gespräch angekündigt, die Shisha-Bars in Remscheid stärker unter die Lupe zu nehmen. Die zeitgleichen Kontrollen in den beiden Treffpunkten in der Innenstadt sollten verhindern, dass sich Besucher der beiden Lokalitäten nicht – wie bei Kontrollen in der Vergangenheit geschehen – gegenseitig warnen konnten.

Im Zusammenhang mit Shisha-Bars gebe es „immer wieder Hinweise“, berichtet Jürgen Beckmann. „Beispielsweise von Eltern, deren Kinder dort zu Besuch waren und die sich anschließend komisch verhalten haben“, schildert der Behördenchef.

Zudem bestehe häufiger der Verdacht, dass gegen das Nichtraucherschutzgesetz verstoßen werde. Das verbietet den Gastronomen nämlich das Verbrennen von Tabak. Zur Erklärung: Der Rauch der Wasserpfeifen darf lediglich mit Dampfsteinen erzeugt werden, die mit Hilfe von Holzkohle verbrannt werden. Bei diesem Vorgang entsteht allerdings Kohlenmonoxid.

Bei den Kontrollen am Freitagabend sei die CO-Konzentration in einigen Bereichen der Bars erhöht gewesen. In einem Fall habe er bei über 80 ppm – parts per million – gelegen.

„Der Grenzwert liegt etwa bei 30 bis 35 ppm. Bei über 90 ist mit Gesundheitsschäden zu rechnen“, erklärt Jürgen Beckmann. Eine Abzugsvorrichtung habe zudem nicht funktioniert.

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