Remscheid: Eine Messe mit ernstem Hintergrund

Veranstaltung in Remscheid : Eine Messe mit ernstem Hintergrund

Eine Messe im Vaßbendersaal beschäftigt sich am 14. September mit dem Thema „Abschied gestalten“.

Die Wochen der älteren Generation liefern mit ihren vielfältigen Freizeitangeboten die Gelegenheit, das Leben zu feiern. Ob beim Konzert des Shantychors aus Solingen in der Klosterkirche, ob bei den beliebten Fahrten ins Blaue der Wohlfahrtsverbände oder bei der unterhaltsamen Stadtführung von Lothar Vieler in der Lenneper Altstadt.

Entsprechend schwer tat sich das Organisationsteam, ein ernstes Thema zum Abschluss der Aktionswochen in den Mittelpunkt zu rücken. Es geht um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. „Darüber zu sprechen, ist nach wie vor für viele ein Tabu“, sagt Elke Rühl, Vorsitzende des Seniorenbeirats, über die Messe „Abschied gestalten“ – am Samstag, 14. September, im Vaßbendersaal.

An zehn unterschiedlichen Messeständen können sich die Besucher über ganz unterschiedliche Aspekte informieren. Das Themenspektrum reicht von Musik bei Bestattungen bis hin zur Regelung der Grabpflege. Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt gewährt Einblicke in Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Ein Notar beantwortet Fragen zu Erbrecht und Testament.

Mit der Messe in der Innenstadt trägt das Organisationsteam einem hohen Beratungsbedarf Rechnung, der sich im Seniorenbüro, Markt 13, abgebildet hat. Immer wieder hört Mitarbeiterin Annette Mores Fragen von Besuchern, was vor dem Tod und bei schwerer Krankheit zu regeln ist.

„Entsprechend haben wir diesen Themenkomplex in unser Programm der Wochen der älteren Generation aufgenommen, weil so viele Informationen wollen“, erklärt Elke Rühl, die mit ihrem Team für die Messe eine ganze Reihe an Koordinationspartnern gewinnen konnte. Die Bandbreite der Veranstaltung erstreckt sich dabei vom Freundeskreis Palliative Versorgung Remscheid über den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land bis hin zum Sozialamt der Stadt Remscheid, das an dem Tag über Bestattungs- und Sozialleistungen informieren wird.

Das Ganze steht am Samstag, 14. September, von 10 bis 16 Uhr auf dem Programm. Es beginnt mit Grußworten von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Elke Rühl. Pfarrer Martin Rogalla wird ins Thema einführen. Alle Messeteilnehmer haben im Anschluss die Gelegenheit, auf der Bühne ihre Tätigkeit vorzustellen.

Zwischen den einzelnen Beiträgen werden Kirchenmusiker Beispiele von Liedern vortragen, die für Trauerfeiern infrage kommen. Es gibt die Gelegenheit, ihnen ganz in Ruhe zu lauschen – 40 Sitzplätze werden vor der Bühne aufgebaut. Angesichts des durchaus auch emotionalen Hintergrunds könnten Räumlichkeiten im benachbarten Gemeindezentrum für Einzel- bzw. Seelsorgegespräche genutzt werden.

Das Citybrunchteam sorgt derweil im Wintergarten für Kaffee, Kuchen und auch Kaltgetränke. Damit aber das persönliche Ableben nach Möglichkeit in weiter Ferne liegt, gibt’s bei der Messe auch auf Wunsch der Besucher einen kleinen Gesundheitscheck.

Der Leiter des Remscheider Gesundheitsamtes, Frank Neveling, ist von 10 bis 13 Uhr vor Ort. Wer möchte, kann etwa sein Impfbuch überprüfen und seinen Blutdruck oder Blutzuckerspiegel messen lassen. Auch Seh- und Hörtests sind möglich.

Mehr von RP ONLINE