1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: Einbrüche in Schulen nehmen zu

Taten in Remscheid : Einbrüche in Schulen nehmen zu

Mitte Juni drangen Unbekannte in die Turnhalle der vor einigen Jahren stillgelegten Grundschule am Lenneper Stadion ein. Sie sammelten Gegenstände und zündeten sie auf dem Schulhof an. Seit diesem Vorfall wurden mehrere Schulen, Kitas und andere öffentliche Einrichtungen Opfer von Einbrechern.

Am vergangenen Wochenende traf es das Röntgen-Gymnasium und die Heinrich-Neumann-Schule. Hinweise auf die Täter hat die Polizei noch nicht. „Die Kollegen sind für das Thema sensibilisiert“, betont Stefan Weitkämper. Er ist Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal. Konkret bedeutet das, dass sie etwa Kitas und Schulen verstärkt in ihre Streifen einbeziehen, durchaus auch in Zivil. Die Hoffnung der Polizei ist, so Verdächtige aufspüren und mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten feststellen zu können.

Zu möglichen Tätergruppen hält sich Weitkämper bedeckt. Nur so viel: „Es gibt Punkte, die darauf hindeuten, dass keine Profis am Werk sind.“ Bei Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Vereinsheimen oder Jugendeinrichtungen sei die Wahrscheinlichkeit gering, nachts oder am Wochenende Menschen anzutreffen. Andererseits gebe es kaum Chancen auf fette Beute. „Schmuck oder große Mengen Bargeld gibt es dort meist nicht zu holen“, sagt Weitkämper. Technische Geräte wie Laptops, Beamer, Kameras oder Klassen- und Kaffeekassen schon eher.

Ziel von Einbrechern wurden unter anderem das Jugendzentrum Die Welle, das Vereinsheim der SG Hackenberg, aber auch städtische Einrichtungen. Wie hoch die Schäden für die Stadt sind, kann Gebäudemanager Thomas Judt noch nicht beziffern. Ihm zufolge verfügt der überwiegende Teil der städtischen Kitas und Schulen über Alarmanlagen. Davon lassen sich die Täter aber nicht immer beeindrucken. „Wir werden deshalb im Auge behalten müssen, welche Maßnahmen wir noch ergreifen können“, sagt der Gebäudemanager.

In diese Richtung zielt auch ein Antrag der CDU-Fraktion. In der Sitzung des Schulausschusses am 26. August möchten die Christdemokraten die Verwaltung unter anderem damit beauftragen, zu prüfen, welche Einbruchsschutzmaßnahmen sich baulich und rechtlich umsetzen ließen, wie hoch die Ausgaben wären und welche Maßnahmen binnen sechs Monaten umsetzbar wären.

Judt betont, dass die Kosten für Schutzmaßnahmen mit den entstehenden Schäden im Verhältnis stehen müssen. Prinzipiell denkbar seien etwa Systeme, die Einbrecher per Bewegungsmelder erkennen und über Lautsprecher ansprechen. In den kommenden Monaten möchten Judt und seine Kollegen diese und andere Möglichkeiten prüfen.