Remscheid: Ein Lüttringhauser Jahr in Bildern

Fotos von Remscheid: Ein Lüttringhauser Jahr in Bildern

Wolfgang Vahrenholt ist im Auftrag des Heimatbundes für seinen Bildband „Wir in Lüttringhausen“ zwölf Monate lang im gesamten Stadtbezirk mit der Kamera unterwegs gewesen. Seit dieser Woche ist das Buch im Handel erhältlich.

Eine Stunde Zeit hatte Wolfgang Vahrenholt für seinen Besuch am Stand des Heimatbundes Lüttringhausen auf dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt eingeplant. Am Ende wurden es sechs Stunden. Die Verlängerung hat sich Vahrenholt, der viele Jahrzehnte ein Geschäft an der Gertenbachstraße betrieb, selber eingebrockt. Sein gerade erschienener Fotoband „Wir in Lüttringhausen“ war am Stand heiß begehrt. Viele Exemplare musste er an diesem regnerischen Tag signieren. Dazu reichlich Fragen beantworten zur Entstehung des Bildbandes, der ein Kalenderjahr in Lüttringhausen abbildet.

Die häufigste Frage: „Ist das auch in Lüttringhausen?“ Vahrenholt begab sich zusammen mit seiner Frau Erika nicht nur an die bekannten Orte Lütterkusens, sondern auch in abgelegene Ecken, wo nicht jeder hinkommt. Das Mutterhaus in der Stiftung Tannenhof etwa kennt meist nur, wer einmal auf dem Gelände der Klinik war. Maßgabe der Fotoreise: Es sollten Orte sein, in die der Lüttringhauser Anzeiger geliefert wird.

So kam das Ehepaar Vahrenholt viel herum, besuchte manche Orte mehrfach, um die beste Aufnahme zu bekommen. Den Rekord hält der auf dem Einband zu den vier Jahreszeiten abgebildete Baum. Immer wieder suchte Wolfgang Vahrenholt ihn auf, bis alles stimmte. Für die Winteraufnahme nutzte er einen der wenigen Schneetage des Jahres.

Um das Leben „im Dorp“ in seiner ganzen Breite abzubilden, war der Veranstaltungskalender ein Jahr lang fester Begleiter des Hobby-Fotografen. Das Brunnenfest zum 15. Geburtstag des Marketingrates Lüttringhausen gehört ebenso zu den mehr als 400 Fotos des Bildbandes wie das Steakseminar der Metzgerei Nolzen. Auch alltägliches Stadtleben findet sich. Etwa die kleine Gruppe, die sich beim Eissalon Belfi eine Erfrischung gönnt.

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Ein Ausflug ohne Kamera? Unmöglich. Ein Jahr lang habe er die Welt „vor allem durch die 16:9-Perspektive gesehen“, sagt der in Lennep geborene Lüttringhauser. Schnell war klar: Die mit dem Heimatbund verabredeten 120 Seiten reichen nicht aus. „Dann hätte ich im Sommer aufhören müssen.“ So wurden es am Ende 160 Seiten. Aus 3800 Aufnahmen wurden 450 für das Buch ausgewählt, das in der Lüttringhauser Druckerei Scharff und Krauss gedruckt wurde.

So anstrengend das Projekt auch war, Vahrenholt möchte das Buch-Jahr nicht missen, sagt er rückblickend. Es brachte ihn nicht nur an manchen bislang unbekannten Ort, sondern führte auch zu schönen Begegnungen.

So stellte sich der Bauer, der den Fotografen an der Tackermühle unwirsch fragte, was er denn da mit der Kamera vorhabe, am Ende als alter Schulkamerad heraus.

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