Remscheid: Ein Kinderparadies in Kremenholl

Remscheid: Ein Kinderparadies in Kremenholl

Der Kita-Neubau an der Paulstraße begeistert Kinder und Erzieher. Gestern überreichten Architekt und Bauherr offiziell den Schlüssel an Leiterin Sandra Broich. Am 16. März wird dann in Kremenholl offiziell Eröffnung gefeiert.

Über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk freuten sich Kinder und Erzieher der Kita Paulstraße, als sie eine Woche vor Heiligabend in den nur 120 Meter entfernten Neubau einziehen konnten. Gestern überreichten Architekt und Bauherr offiziell den Schlüssel an die Kita-Leitung. Am 16. März wird Eröffnung gefeiert.

Der Blick in die Kremenholler Paulstraße hat sich positiv verändert. Dort wo noch bis vor einigen Monaten eine über Jahre wild wuchernde Brache die Siedlung verschandelte, ist für 2,4 Millionen Euro auf mehr als 2000 Quadratmetern – im Auftrag der Gewag Wohnungsaktiengesellschaft und nach den Plänen des Remscheider Architekturbüros Böker – ein vorzeigbares Kinderparadies entstanden: Im zweigeschossigen Neubau für vier Gruppen und 80 Kinder riecht es nach Farbe und Holz. Die großen lichtdurchfluteten und hübsch hergerichteten Räume sind einladend. Jeder Gruppe stehen zusätzlich zu eigenen Waschräumen zwei Nebenräume zur Verfügung, in denen die Kinder spielen, sich aber auch für ein Mittagsschläfchen zurückziehen können.

In einem neuen Bewegungsraum können sich die Kinder bei schlechtem Wetter austoben. Im Außenbereich sollen in den kommenden Monaten noch die neuen Spielgeräte installiert, Sand- und Grünflächen sowie eine Wasserstelle fertiggestellt werden. Und der Ausblick über die Hügel Kremenholls und Honsbergs ist ein wahr gewordener Traum. Kein Wunder, dass Kita-Leiterin Sandra Broich aus dem Schwärmen nicht mehr rauskommt: „Wir haben eineinhalb Jahre des Hoffens, Bangens und der freudigen Erwartung hinter uns. Wir durften mitgestalten und Wünsche äußern. Seit dem 17. Dezember ist nun endlich alles anders: Die Kinder sind entspannter, die Mitarbeiter motivierter. Für uns alle ist das neue Haus ein großer Gewinn und wir freuen uns auf eine tolle Zeit.“

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Durch das neue Haus hat sich die Kita Paulstraße aber nicht nur räumlich verändert. Sie hat sich gleich verdoppelt: Die einst zweizügige Kita besteht nun aus vier Gruppen. 36 neue Kitaplätze sind durch den Neubau entstanden, davon 20 Plätze für unter Dreijährige, die im alten Gebäude nicht betreut werden konnten. 13 Erzieher und drei Hauswirtschaftlerinnen komplettieren das Team. Der Umzug war nicht nur durch die anhaltende Nachfrage an Betreuungsplätzen nötig geworden.

Nach 45 Jahren entsprachen die Räumlichkeiten im alten städtischen Gebäude an der Paulstraße 19a längst nicht mehr den Anforderungen, sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus, der den Neubau eine „Meisterleistung“ nannte und offenließ, was mit dem als Kita ausrangierten Gebäude der Stadt passieren wird. Auf dem topografisch schwierigen Gelände habe man einige Herausforderungen meistern müssen, sagte Gewag-Chef Hans-Jürgen Behrendt, der in seiner Funktion bereits neun städtischen Kitas ein Dach über dem Kopf bietet. Statt einem ebenerdigen Bau musste ein zweigeschossiges Haus gebaut werden, das genügend Platz (470 Quadratmeter) bietet. Energetisch ist das Haus auf dem neuesten Stand und wird mit Erdwärme geheizt.

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