Remscheid: Ein heiterer Abend mit Brian O'Gott

Remscheider Schatzkiste: Ein heiterer Abend mit Brian O’Gott

Britischer Humor, Musik, witzige Videos und eine humorvolle Magie-Show kamen beim Publikum der Kleinkunstbühne gut an.

Die Unterhaltungsfachkraft „Brian O’Gott“ aus Kassel gastierte am Donnerstagabend mit seinem Programm „Jenseits von Schweden“ auf der Kleinkunstbühne der Schatzkiste im Herzen Remscheids. Britischer Humor, Musik, witzige Videos und eine humorvolle Magie-Show kamen beim Publikum sehr gut an.

Es brauchte etwas Anlauf, bis die Gäste der Schatzkiste mit dem Künstler aus Kassel warm wurden. Das schien Brian O’Gott durchaus bewusst zu sein, weshalb er vor seinem Bühnenauftritt den Raum abdunkeln und den Beamer laufen ließ. Auf der Leinwand erschienen kurze Sätze in weißer Schrift auf schwarzem Grund. Eine kleine Hommage an das Slapstick-Genre der Stummfilmzeit? Zumindest erinnerte es daran, als die Besucher in Stille mitlasen, zwischenzeitlich lachten und dann die Aufforderungen befolgten, die auf der Leinwand zu lesen waren. Sätze wie „Schauen sie sich diese Show nicht an, wenn sie schon leicht beleidigt sind, oder aus Lennep kommen“, waren da zu lesen. Das Publikum lachte. „Wenn sie aus Radevormwald kommen, dürfen sie schauen. Wir sprechen extra langsam.“ Das Publikum lachte erneut, diesmal kräftiger. Als die Gäste sich nun nach Aufforderung warm geklatscht hatten, trat O’Gott schließlich auf die Bühne, mit der Gitarre vor der Brust.

Warum sein Programm „Jenseits von Schweden“ hieß, machte er mit seinem ersten Lied deutlich, in dem das schwedische Möbelhaus und dessen Slogan (“Wohnst du noch, oder lebst du schon?“) vorkamen.

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Brian O’Gott zog das Tempo an, haute einige flache Kalauer raus, über die das Publikum nur mitleidig schmunzeln konnte. Aber auch das gehörte zum Programm. Anders hätte sein durchaus kreatives Märchen, über die verfrorene Prinzessin, die er anhand von Ortsschildern erzählte, nicht funktioniert. Aus Mettmann wurde beispielsweise der Satz: „Denn die Prinzessin aß auch gerne Mett, Mann.“

Die Stadtnamen wurden zugunsten seines humorvollen Märchens teilweise entzweit und verzerrt, damit diese in einen mehr oder minder sinnvollen Satz passten. Aus der Stadt „Verden“ wurden die Unpaarhufer der Reiter. „Den habe ich vor einer Hauptschulklasse gebracht, den Witz hat keiner mitbekommen.“ Der Comedian kam ins Schwitzen, das Publikum lachte.

Im zweite Teil seiner Show – diesmal betrat Brian O’Gott die Bühne in einen Retro-Anzug, der an eine 70er-Jahre-Tapete erinnerte – überraschte der Künstler mit einer desaströsen Magie-Show, die so schlecht war, dass sie wieder komisch wirkte: Einem springenden Spielzeughund beispielsweise hielt der Komiker als Zauberlehrling einen Reifen vor. Als dieser den Ring nicht überwinden konnte, trat er das Spielgerät schlicht weg durch und garnierte das Kunststück mit einem Konfettiregen und dem ironischen Zusatz „Magic“. Das Publikum musste lauthals lachen. Fazit: ein sehr heiterer Abend.

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