Remscheid: Ein Berg von Arbeit für Christina Kutschaty

Stadtplanung : Ein Berg von Arbeit für Christina Kutschaty

Neue Fachdienstleiterin im Bereich Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften schließt eine Lücke. Ein wichtiges Aufgabengebiet wird der Innenstadt-Umbau sein.

Die Revitalisierung der Innenstadt mit ihren mehr als 30 großen und kleinen Einzelmaßnahmen, die städtebauliche Einbindung des geplanten Designer Outlet-Centers (DOC) in Lennep, die Entwicklung der vier Gewerbegebiete, die Integration der 2019 startenden Fachhochschule am Honsberg. Baudezernent Peter Heinze gab gestern im Rathaus einen kurzen Auszug aus der langen Liste von Aufgaben, die auf Christina Kutschaty warten.

Die 49-jährige Essenerin wurde in der vergangenen Woche vom Rat zur Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften gewählt. Gestern wurde sie der Presse vorgestellt. Kutschaty wird ein Team von 40 Mitarbeitern anführen.

Die Vielzahl der Aufgaben schreckt die studierte Raumplanerin, die vor ihrer akademischen Laufbahn als Landschafts- und Friedhofsgärtnerin arbeitete, nicht. Im Gegenteil: Sie sei überrascht gewesen, wie viele städtebauliche Rahmenplanungen in Remscheid bereits existieren. Sie in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen in die Tat umzusetzen, sei eine Herausforderung, auf die sie sich freue. „Wir sind sehr glücklich, dass wir Frau Kutschaty gewinnen konnten“, sagte Heinze. Wie berichtet, ist die Stelle seit 2016 unbesetzt. Die Mitarbeiter in seinem Dezernat seien froh, dass die „Lücke geschlossen wird“.

Dass die größte Handlungsnotwendigkeit beim Thema Stadtentwicklung nicht in Lennep oder Lüttringhausen, sondern in der Innenstadt liegt, hat die Mutter von drei Kindern (zwei studieren bereits, nur die 11-jährige Tochter ist noch im Haus) bei ersten Touren durch Remscheid schnell erkannt.

Auch das Erschließen von Fördertöpfen für Projekte gehört zum Aufgabenfeld der neuen Fachdienstleiterin. Peter Heinze zeigte sich beeindruckt, dass Christina Kutschaty an ihrem aktuellen Arbeitsplatz in Xanten am Niederrhein (dort ist sie Fachbereichsleiterin für Stadtplanung, Bauen und Denkmalpflege) Fördermittel auch aus dem Wirtschaftsministerium anzapfen konnte.

Schöpft die Stadt Xanten die Fristen nach der Ende erfolgten Kündigung aus, wird die Ehefrau des Fraktionschefs der Landes-SPD zum 1. April 2019 in Remscheid antreten. Ob es auch früher geht, sollen nun anstehende Gespräche ergeben. Christina Kutschaty will in Essen wohnen bleiben. Der Blick von außen auf die Stadt, die sie als Planerin entwickelt, habe sich bewährt. Er sei unverstellter. Bleiben will sie gerne lang auf ihrem neuen Posten. In Xanten war sie 17 Jahre, für Remscheid schwebt ihr Ähnliches vor.

Mehr von RP ONLINE