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Remscheid: ECE investiert 25 Millionen in Umbau des Allee-Centers

Einkaufen in Remscheid : Allee-Center investiert 25 Millionen Euro in die Zukunft

25 Millionen Euro will der Betreiber ECE für die Modernisierung des Allee-Centers ausgeben. Neue Ankermieter für das Untergeschoss sind Edeka und Aldi Nord. Sie mieten zusammen 4600 Quadratmeter Verkaufsfläche an.

„Wir zeigen, dass wir an den Standort glauben“, sagte Center-Manager Nelson Vlijt am Mittwoch. Die Bauarbeiten sowohl für die Neugestaltung im Untergeschoss als auch für die Umgestaltung im Erdgeschoss sollen Anfang 2022 parallel beginnen und nach einem Jahr beendet sein. „Das Center hat einen Bedarf an Modernisierung“, sagte Vlijt. Eine Investition in dieser Größenordnung sei in der aktuellen Situation auch für den Besitzer, den Immobilienfonds DWS, „keine Selbstverständlichkeit. Das ist etwas Besonderes.“

Vlijt begann das Gespräch, „mit der Info, auf die sie alle warten“. Ein Edeka-Vollsortimenter mit 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Aldi-Discountermarkt mit 1600 Quadratmetern Fläche werden ins Untergeschoss einziehen. Die Verträge mit beiden Firmen sind unterzeichnet. Seit dem Auszug des Real-Supermarktes im letzten Herbst und der darauf folgenden Schließung der kleinen Geschäfte daneben, die Untermieter von Real waren, ist es fast verwaist.

Beide Märkte liegen unmittelbar nebeneinander und sind künftig über einen Eingangsbereich erreichbar, der am Fuße der Rolltreppe hinauf zur Aktionsfläche im Erdgeschoss liegen wird. Die Wege zum Parkhaus sind damit kürzer.

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Vlijt ist überzeugt, dass die Ansiedlung der beiden Lebensmittel-Größen als neue Ankermieter „Zugkraft“ für potenzielle neue Mieter entwickeln wird. Derzeit ist im Untergeschoss im Bereich des Eingangs an der Konrad-Adenauer-Straße noch eine große Fläche von 2500 Quadratmetern frei. Hier wünscht sich Vlijt etwa einen großen Spielwaren-Händler.

Viel Geld soll in die parallel geplante „Aufwertung und Modernisierung“ der Ladenzeile im Erdgeschoss investiert werden. Sie wird einen neuen, hellen Fliesenboden bekommen. Die Wandflächen unterhalb der Glasdachkonstruktion und der Dachflächen werden neu verkleidet und mit anderen Farbtönen versehen. Zusammen mit einem neuen Lichtkonzept, das auch abgehängte Lampen vorsieht, soll eine „Lounge-Atmosphäre“ entstehen. Dazu beitragen sollen auch gemütliche Sessel in der Mitte der Gänge. Das von vielen Stammkunden wie ein „Wohnzimmer“ genutzte Center soll diesem Namen auch optisch gerecht werden. Einige Gestaltungselemente des Allee-Centers stammten noch aus den 80er Jahren, sagte Vlijt. Die Neubauaktivitäten im Untergeschoss werde man nutzen, um das Center „ins Morgen zu entwickeln“.

Das Center habe zwei schwierige Jahre hinter sich, sagte Vlijt mit Bezug auf die Folgen der Corona-Pandemie. Die Probleme großer Modeketten etwa führten zur Schließung von Filialen im Center. Die Ansiedlung der „hochkarätigen“ neuen Mieter soll nun ein Signal des Aufbruchs vermitteln. „Wir hoffen sehr, dass unsere Vorwärts-Bewegung die gesamte Innenstadt mitnimmt“, sagte Vlijt. Nicht nur als Vorsitzender der Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße (ISG) weiß er um die Bedeutung des Centers für den Handel in der Innenstadt. 

Für die treuen Besucher des Allee-Centers, für die das Shopping-Center „Marktplatz und Treffpunkt“ sei, soll der Umbau zu einem Erlebnis werden, an dem sie teilhaben können. Über Infotafeln sollen sie über die Bauabschnitte informiert werden. Zugleich sollen Gucklöcher in den Bauwänden die Möglichkeit bieten die „Neuerfindung“ des Allee-Centers live miterleben können.