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Remscheid: Ebert-Platz-Umbau nimmt Fahrt auf​

Großbaustelle in Remscheid : Ebert-Platz-Umbau nimmt Fahrt auf

In dieser Woche beginnen erste vorbereitende Maßnahmen zur Neugestaltung des Busbahnhofs und dessen Umfeld. Als erstes wird die neue Ampelanlage vor dem „Emma“-Gymnasium in Angriff genommen.

Mit Beginn der Sommerferien ist es so weit: Der Planungsprozess zum Millionenprojekt Friedrich-Ebert-Platz ist so gut wie abgeschlossen, nun geht es mit schnellen Schritten in Richtung Umsetzung. Zumindest, was die vorbereitenden Maßnahmen rund um den neuen Busbahnhof betreffen.

Dazu zählt unter anderem der Bau der neuen Ampelanlage auf der Elberfelder Straße unmittelbar vor dem Emma-Herwegh-Gymnasium. Bereits am Dienstag rollen die ersten Bagger an, um den Bürgersteig ab der Alten Rathausstraße aufzureißen, damit darunter ein Ampel-Leitsystem verlegt werden kann. Für die Arbeiten wird die Straße in diesem Bereich kurzfristig einspurig. „Wir nutzen die vorhandene Mittelinsel, die jetzt noch grün ist, aber gepflastert werden muss“, erklärt Peter Hartmann, Bauleiter bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR). In Betrieb genommen wird die Ampel allerdings erst später, dies sei erst möglich, wenn die Verkehrsrechner verlegt worden seine, so Hartman.

Mindestens solange können die Remscheider noch die Unterführung für die Unterquerung der Elberfelder Straße nutzen. Der Tunnel wird erst später verfüllt. Dann soll übrigens auch die leichte Delle, die Autofahrer dort spüren, einer glatten Fahrbahnoberfläche weichen. Bis Ende der Schulferien in fünf Wochen – so die Planung – sollen die Ampelarbeiten abgeschlossen sein.

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Anschließend erfolgt die grundhafte Erneuerung der Konrad-Adenauer-Straße entlang der westlichen Kante des Ebert-Platzes. Damit einher geht auch, dass die Konrad-Adenauer-Straße ab den Bauarbeiten und auch künftig nur noch als Einbahnstraße in Richtung Teo-Otto-Theater befahrbar sein wird. Was dann folgt, ist der Rückbau der Verkehrsinseln auf dem Ebert-Platz „Der Busbahnhof wird dann nur noch im südwestlichen Bereich befahren werden können. Dort sind dann auch die Ein- und Ausstiege aller Linien. Wir werden dazu provisorische Wartehäuschen mit Solarbeleuchtung aufstellen, damit wir nicht extra Leitungen verlegen müssen“, erläutert Armin Freund, Geschäftsbereichsleiter Mobilität bei den Stadtwerken. „Bei der Menge an Bussen waren die Planungen eine echte Herausforderung, da steckt sehr viel Arbeit dahinter.“

Man habe unter anderem die genauen Schleppkurven der Busse errechnet, weil es dort künftig so eng würde und man trotz allem den Fahrplan komplett aufrecht erhalten wolle – auch unter den erschwerten Bedingungen. „Wir rechnen damit, dass diese Arbeiten, die noch zu den vorbereitenden Maßnahmen gehören, bis Ende des Jahres abgeschlossen sein werden“, so Freund.

Läuft dies alles nach Zeitplan, kann Anfang 2023 mit der eigentlichen Hauptmaßnahme begonnen werden. Dazu zählt unter anderem der Neubau des Stadtwerke-Betriebsgebäudes, ein prägnantes ellipsenförmiges Konstrukt farbiger Glasfassade. Diese zeitintensive und große Baustelle mitten im Zentrum, bei der alle Abläufe so vonstattengehen sollen, dass weder Autofahrer noch Fußgänger oder Buskunden eingeschränkt werden. Armin Freund vergleicht das augenzwinkernd mit einer Operation am Offenen Herzen. „Wir wollen wirklich keine Beeinträchtigung der Verkehrsteilnehmer während der Bauphasen, die Elberfelder Straße soll weiterhin normal und auf allen Spuren befahrbar sein.“

Damit auch wirklich alles reibungslos verläuft, hat die Stadt zwecks Koordinierung der vielen Arbeitsschritte übrigens extra einen externen Projektsteuerer eingestellt.