Schließungen in Remscheid Die Bauern schlagen Alarm

Remscheid · Aktuell gibt es 22 Betriebe in Remscheid – die Tendenz ist fallend. Ortslandwirt Andreas Kempe erklärt, wo die Probleme liegen, was getan werden muss und warum die Höfe nicht auf Bio umstellen.

 Der Geflügelhof Kottsieper in Obergarschagen ist einer von zwei Geflügelbetrieben im Haupterwerb in Remscheid. Der Hof wird familiär geführt.

Der Geflügelhof Kottsieper in Obergarschagen ist einer von zwei Geflügelbetrieben im Haupterwerb in Remscheid. Der Hof wird familiär geführt.

Foto: Roland Keusch

Der Agrardiesel-Skandal hat das Fass der Landwirte nur zum Überlaufen gebracht. Es war vorher schon voll. In seiner Rede vor dem Naturschutzbeirat am Dienstagabend im Rathaus schlug Ortslandwirt Andreas Kempe Alarm: Wenn der Bund nichts ändert, werden immer mehr landwirtschaftliche Betriebe schließen. Auch in Remscheid. Zuletzt habe ein großer Hof in Ennepetal mit 140 Milchkühen dichtgemacht. Denn für das wenige Geld, das dabei noch herumkommt, und bei den vielen Auflagen und dem veränderten Konsumverhalten der Menschen stellten sich immer mehr Landwirte die Frage: Tun wir uns das noch an? Kempe glaubt: nein.