Remscheid: Der Innenstadt fehlt eine Dreifach-Halle

Sportstätten : Innenstadt fehlt eine Dreifach-Halle

Auch mit dem geplanten Bau einer neuen Dreifach-Turnhalle an der Albert-Einstein-Gesamtschule ist der Bedarf für den Schulsport in der Innenstadt nicht abgedeckt. Um den Schulsport gemäß der Vorgaben des Schulministeriums umzusetzen, fehlt noch eine weitere Dreifach-Sporthalle.

Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Garbe & Lexis in einer Untersuchung zum Hallenbedarf für den Sportunterricht, die in der kommende Woche im Schulausschuss vorgestellt werden soll.

Das Büro begleitet die Stadt seit vielen Jahren bei der Schulentwicklungs- und Medienentwicklungsplanung. Alle Schulformen und alle Stadtteile wurden unter die Lupe genommen. Bis auf die Innenstadt und Lennep (wo rechnerisch eine einfache Halle fehlt) sind alle Schulformen gut versorgt. Basis für die Bewertung sind die Prognosen für die Entwicklung der Schülerzahlen in den kommenden Jahren. Sie bildeten bereits die Grundlage für die Berechnung der zusätzlichen Raumbedarfe, die sich durch die Rückkehr der vier Remscheider Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren (G9) ergeben.

Schuldezernent Thomas Neuhaus zeigte sich auf BM-Anfrage gleich in mehrfacher Hinsicht „sehr glücklich“ mit dem Ergebnis der Untersuchung. Zum einem hätten Politik und Verwaltung nun eine belastbare Grundlage für die Diskussion über  die weitere Sporthallenplanung. Zum andere zeige die Untersuchung, dass die Stadt  insgesamt beim Thema schon sehr gut aufgestellt sei. Bewusst habe die Stadt das Büro Garbe gebeten, die vom Land abgesegneten Planungen für die neuen Halle an der Albert-Einstein-Gesamtschule  in ihre Berechnungen einzuarbeiten. So habe man nun ein sehr aktuelles Bild.

Zusammen mit Kämmerei, Kommunalaufsicht und dem Rat gehe es nun darum, Wege zu überlegen, wie man in der Zukunft den aufgezeigten Hallenbedarf decken kann. Für eine Kommune im Stärkungspakt sei dies eine  Herausforderung.

Ohne der Standort-Diskussion vorgreifen zu wollen,  sieht Neuhaus das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium als einen guten Standort für den Hallenneubau. Für ein ausgewiesenes Sport-Gymnasium sei die aktuelle Hallen-Situation hier nicht sehr gut. Auch die Gutachter schreiben, dass Flächen für die „schulnahe Nutzung“ an der EMA fehlen. In Lennep sei das Schulzentrum Hackenberg ein Ort für eine denkbare Erweiterung der Hallenkapazitäten, so Neuhaus weiter.

 Bestätigt fühlen darf sich durch die Untersuchung auch der Sportbund, der sich seit vielen Jahren für eine zusätzliche Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt stark macht. Für alle städtischen Hallen gelte, dass sie nach dem Schulschluss von den Vereinen genutzt werden  können, sagte Neuhaus.