Remscheid: Der Besucherstrom bleibt aus

Remscheider Weihnachtstreff : Nichts los auf der Eisbahn

Das schlechte Wetter trübt die Stimmung beim Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz. Zum einen blieb der Besucherstrom bislang aus, zum anderen musste die Eisbahn immer wieder von Helfern hergerichtet werden.

Seit knapp vier Wochen drehen Menschen ihre Runden auf der Eisbahn am Remscheider Rathaus. Wer es weniger sportlich mag, kann Glühwein, Currywurst und Co. genießen – und zwar beim Weihnachtstreff, der unter der Regie von Schausteller Marcel Müller aus Hannover steht.

Seine Zwischenbilanz fällt allerdings „durchwachsen“ aus, wie er nun erklärt. „Die erste Woche war top. Und danach setzte der Dauerregen ein“, blickt er zurück. Dies habe dazu geführt, dass die Eisfläche zuweilen ziemlich leer blieb und an den festlich geschmückten Ständen alles andere als Hochbetrieb herrschte.

Die Niederschläge hätten sich in mehrfacher Hinsicht negativ ausgewirkt. Zum einen blieb der Besucherstrom aus, zum anderen musste die Eisbahn immer wieder von Helfern hergerichtet werden. „Hinzu kommen noch die steigenden Energiekosten“, beschreibt Marcel Müller die Folgen der ungewöhnlich milden Witterung in den vergangenen Wochen.

Die Schulklassen, die sich für einen Ausflug auf der Eisbahn angemeldet hatten, trotzten aber Wind und Wetter. Unterstützt von der Stadtsparkasse, können sie zum Nulltarif Schlittschuh fahren. „Bislang hat keine Klasse abgesagt. Das ist eine schöne Aktion, weil damit auch Kinder mitmachen können, deren Familien nicht viel Geld haben“, sagt Müller, der das vorweihnachtliche Geschehen seit 2013 in Remscheid arrangiert.

Bis zu 150.000 Euro müsse er allein für die Eisbahn aufbringen – vom Einsatz des Personals bis hin zu den Stromkosten und den Leihgebühren für die mehr als 600 Quadratmeter große Bahn, die Marcel Müller hat aufbauen lassen. Möglich machen dies Sponsoren, die dafür sorgen, dass die Eintrittspreise auf der Eisbahn familienfreundlich bleiben können. Für das Tagesticket zahlen Kinder bis zwölf Jahre vier Euro, Jugendliche und Erwachsene fünf Euro. Sich ein Paar Schlittschuhe auszuleihen, kostet die Nutzer drei Euro.

Bis zum 23. Dezember gibt es noch die Gelegenheit, Pirouetten zu drehen. An diesem Abend schließt die Eisbahn und wird in den Folgetagen abgebaut. Gegen 19 Uhr ist ein großes Abschlussfeuerwerk zu erwarten, das vermutlich zahlreiche Zuschauer verfolgen werden.

„Der Vortag zum Heiligabend ist erfahrungsgemäß der stärkste Tag der gesamten Saison“, weiß Müller aus jahrelanger Erfahrung. Täglich ist die Bahn bis dahin von 11 bis 20 Uhr, am Wochenende von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

Am Dienstag, 18. Dezember, steht der EWR-Tag auf dem Programm. „Dann ist der Eintritt gratis für alle, die eine EWR-Karte vorweisen“, kündigt Müller an. Und natürlich wird eine weitere Tradition gepflegt: Nächsten Samstag, 15. Dezember, erschallen weihnachtliche Klänge vom Rathaus. Dr. Henning Paur bläst gemeinsam mit den Brüdern Karl und Rainer Alm ab 12 Uhr vom Rathausturm auf der Trompete eine halbe Stunde lang weihnachtliche Lieder.

Bleibt zu hoffen, dass dabei Eisläufer und alle anderen Weihnachtstreffbesucher auf dem Theodor-Heuss-Platz nicht im Regen stehen. „Denn davon hat es ja jetzt mehr als genug gegeben“, sagt Marcel Müller, der in diesem Jahr seinen Vertrag mit der Stadt Remscheid bis 2022 verlängert hat. Bis dahin sorgt er für den vorweihnachtlichen Rahmen in der Adventszeit am Rathaus.