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Remscheid: CDU präsentiert OB-Kandidaten im Frühjahr 2020

Politik in Remscheid : CDU präsentiert OB-Kandidaten im Frühjahr 2020

Ostern 2020 soll feststehen, wen die CDU ins Rennen um das OB-Amt schickt.

Dies erklärt der Vorsitzende der Remscheider Christdemokraten Jens Nettekoven auf Anfrage mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr.

Am 13. September sind die Remscheider aufgefordert, ihr Stadtoberhaupt zu küren und Vertreter ihres Stadtteils in den Rat zu entsenden. Fest steht, dass OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) noch einmal antreten wird. Wer sein Mitbewerber von der CDU sein wird, will Nettekoven erst ein halbes Jahr vor der Wahl bekanntgeben. „Ausschließen kann man derzeit keinen Namen“, schließt er eine eigene Kandidatur nicht aus.

Bei seinem Team für den Stadtrat setze er auf eine Mischung aus Jung und Alt. Dabei schätze er den Rat erfahrener Kollegen. „Zum Beispiel von Karl-Heinz Humpert. Ich kann immer auf ihn bauen, wenn ich einen Tipp brauche“, berichtet Nettekoven, der 2020 ein Jubiläum feiert. Dann ist er zehn Jahre Vorsitzender des Remscheider CDU-Kreisverbandes. Seit 2014 hat er einen Sitz im Remscheider Stadtrat, seit 2013 wirkt er als Abgeordneter im NRW-Landtag mit.

Der 41-Jährige bezeichnet den kommenden Kommunalwahlkampf als Marathonlauf. „Es kommt auf regelmäßiges Tempo an, um ans Ziel zu gelangen. Und noch steht ja nicht einmal fest, wie der Zuschnitt der Wahlkreise aussehen wird“, erklärt der CDU-Politiker, der sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Remscheider Großprojekten befasst hat.

Zuletzt war seine Fraktion im Stadtrat mit ihrem Antrag denkbar knapp gescheitert, beim Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes einen Kostendeckel einzuführen. 25 zu 25 Stimmen bei zwei Enthaltungen war das Ergebnis. „Es war das erste Mal seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2014, dass es im Rat eine namentliche Abstimmung gab“, blickt Nettekoven zurück. Das heißt: Jedes einzelne Ratsmitglied musste sich auf Wunsch der CDU zu seiner Entscheidung per Wortmeldung bekennen.

Auch die schwelenden Rechtsstreitigkeiten in Sachen Designer-Outlet-Center (DOC) sind in seiner Fraktion Thema. Eine Prognose, wie sie ausgehen könnten, wagt Nettekoven nicht: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Egal, was am Ende rauskommt, wir müssen es akzeptieren.“