Remscheid: BV 10 soll Heimat in Neuenkamp behalten

Südbezirk : Sportbund: BV 10 soll Heimat in Neuenkamp behalten

Der Sportbund Remscheid will verhindern, dass der Sportverein BV 10 Remscheid seine Heimat auf dem Sportplatz Neuenkamp verliert.

Der Klub sei „integraler Bestandteil des Quartiers Hohenhagen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Umsiedlung an eine andere Stelle in der Stadt sei von Politik und Verwaltung nicht zu rechtfertigen, sagte Sportbundchef Reinhard Ulbrich der BM.

Die Stadt stehe nach wie vor in der Schuld des Vereins, der durch den Verzicht auf seinen früheren Standort in Hohenhagen die positive Entwicklung der Firma Edscha ermöglicht habe. Die Stadt profitiere durch hohe Gewerbesteuereinnahmen bis heute davon. Umgekehrt habe die Stadt ihr Versprechen, dem Verein einen Kunstrasenplatz am Standort Neuenkamp zu bauen, nicht eingelöst. Andere Vereine seien stattdessen bevorzugt worden.

Dass SPD, Grüne, FDP und Wählergemeinschaft mit einem Antrag für den Sportausschuss in der kommenden Woche ein neues sportliches Zuhause für den BV 10 befürworten, wertet der Sportbund als Angriff auf die Existenzgrundlage eines „Tradition- und Integrationsvereins“. Das werde man nicht mitmachen, sagte Ulbrich. Er räumt ein, dass die auf dem Tisch liegenden Kosten von 5,3 Millionen Euro für den Ankauf des Geländes und die Umstellung auf eine Kunstrasenanlage zu hoch seien. Der Stadtverwaltung warf er vor, dem RSV als Besitzer der Sportanlage Neuenkamp nie ein echtes Kaufangebot gemacht zu haben. Der Sportbund habe abgewartet, ob RSV und Stadt sich einigen. Nachdem nun aber klar sei, dass dies nicht funktioniere, sei der Zeitpunkt gekommen, sich einzuschalten. Ulbrich kündigte an, dass RSV, BV 10 als Pächter der Anlage und Sportbund konkrete Vorschläge machen werden, wie das „Sportzentrum Süd“ mit Halle und Platz erhalten werden kann. Gleiches erwartet er von Politik und Verwaltung.

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