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Remscheid: Bürgerwerkstatt in 2019 für den Stadtparkteich

Remscheid : Bürgerwerkstatt in 2019 für den Stadtparkteich

In einer Planungswerkstatt, die für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant ist, sollen Bürger Ideen für die Gestaltung des Areals des Stadtparkteiches und seiner Umgebung entwickeln.

Für diesen Zweck sind 480.000 Euro im städtischen Haushalt eingeplant. Auf der Basis der entwickelten Ideen soll zudem ein Förderantrag an das Heimatministerium beim Land NRW gestellt werden. Diesem Vorschlag der Stadtverwaltung folgte am Donnerstagabend der Rat.

Am Wochenende griff Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) zum Telefon und rief den Verein „Heimatpflege Stadtparkteich“ an. Denn deren Mitglieder hätten den Beschluss des Rates als Niederlage empfunden. Wie mehrfach berichtet, möchte der Verein den Teich als Naherholungsort und Treffpunkt möglichst wieder in seiner alten Pracht herstellen. Dafür sammeln die Mitglieder erfolgreich Spenden. Vor der Ratssitzung übergaben sie dem OB noch rund 1000 Unterschriften.

Mast-Weisz erklärte der Vereinsspitze, dass nur durch den jetzt gewählten Weg ein politischer Kompromiss möglich gewesen sei. Es gebe quer durch alle Fraktionen sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was mit dem Areal, das aktuell kaum noch an eine Teichanlage erinnert, geschehen soll. Es gibt Politiker bei CDU, SPD und Linken, die ganz im Sinne des Vereins nach der notwendigen Abdichtung des undichten Teichuntergrunds und der Entsorgung des belasteten Schlamms dort wieder einen Teich anlegen wollen, wie er früher hier existierte. Es gibt aber auch Stimmen (FDP, Grüne, W.i.R.), die sehen die Zukunft des Areals eher im Umbau zu einem Wasserspielplatz oder einem Felsengarten. Zwar hätten CDU und SPD ihre Meinung mit ihrer Mehrheit durchsetzen können. Doch das hätte nicht zum Geist des gemeinsam beschlossenen Ergänzungsantrags zum Haushalt gepasst, der am Donnerstag einstimmig beschlossen wurde.

Er habe den Vereinsmitgliedern klargemacht, dass er in der bald anstehenden Planungswerkstatt für seine Idee werben könnte, sagte der OB gestern der BM. Auch er wolle, dass es beim Thema vorangehe. Quasi als Mahnung hat Mast-Weisz täglich den hölzernen Stinthengst vor Augen, der momentan im 2. Stockwerk des Rathauses im Trockendock liegt. Das Wappentier des der Stadt Remscheid partnerschaftlich verbundenen Kreises Sensburg wurde viele Jahre lang immer im Frühjahr im Stadtparkteich symbolisch zu Wasser gelassen. Das soll Glück bringen.